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Ostholstein Eutin soll ein neues Pumpwerk bekommen
Lokales Ostholstein Eutin soll ein neues Pumpwerk bekommen
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21:17 11.04.2017
Hier verbirgt sich Eutins größtes Pumpwerk. Es soll durch einen Neubau ersetzt werden. Quelle: Foto: Astrid Jabs
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Eutin

Auf den ersten Blick mag das Backsteingebäude am Eutiner Festplatz unscheinbar wirken. Aber die Pumpstation hat es in sich, handelt es sich doch um das größte Pumpwerk der Stadt. Das Abwasser von 2000 Einwohnern aus 1000 Wohneinheiten aus dem Ortsteil Neudorf wird dort über eine 900 Meter lange Druckrohrleitung durch zwei Pumpen zum Klärwerk geleitet.

Alte Anlage arbeitet „permanent mit Hochdruck“. Sie ist zu klein und hat die Grenze ihrer Nutzungsdauer erreicht.

Dafür geht es im Inneren des Gebäudes fünf Meter in die Tiefe. Das Einzugsgebiet umfasst 106 Hektar.

Das Pumpwerk selbst wurde 1973 in Betrieb genommen. Es hat damit die Grenze der Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren erreicht. Um für die kommenden Jahrzehnte eine sichere Entwässerung gewährleisten zu können, hat ein Facharbeitskreis eine Konzeption für einen Neubau erstellt, die Boris Sobotta als Leiter der Stadtentwässerung dem Fachausschuss erläuterte. Der maschinelle Teil sei bereits häufig erweitert und ausgetauscht worden, die Nutzungsdauer für die zwei Pumpen liege zwischen acht und zwölf Jahren.

Anhand von errechneten Daten und gemessenen Maximalwerten von zehn bis 14 Litern Schmutzwasser pro Sekunde und 20 bis 60 Liter Fremdwasser pro Sekunde verdeutlichte Sobotta die starke Belastung der Anlage. „Das System arbeitet permanent mit Hochdruck“, erklärte er. Laut Prognose werde sich die Entsorgungssituation zukünftig sogar noch verschärfen. Gründe seien beispielsweise das neu entstehende Wohngebiet auf der Sonnenkoppel und die Hinterlandbebauung. Das Pumpwerk indes kann nach Angaben von Sobotta nicht mehr Leistung erbringen, denn die Druckrohrleitungen könnten nicht mehr Wasser aufnehmen. Dazu kämen bauliche Mängel: Die Treppe, über die die Mitarbeiter für Wartung und Reparatur an die Pumpen gelangen, sei zu steil, durchnässte Sandsteinwände beeinträchtigten die Standsicherheit des Wassers, der Saugraum sei zu klein.

Mit einem Neubau nahe dem alten Pumpwerk sollen ein Bypass geschaffen und zwei neue Druckrohrleitungen sowie zwei neue Pumpen installiert werden. Zum Stand der Dinge sagte Sobotta: „Wir sind jetzt so weit, dass wir einsteigen und Kontakt zu Behörden und anderen Beteiligten aufnehmen können. Das Ganze ist ein sehr langwieriges Verfahren.“ Es werde fortlaufend berichtet werden, und auch zu den Kosten werde es in einem nächsten Report Auskunft geben.

Astrid Jabs

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