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Ostholstein Eutiner Hauptausschuss schließt die Akte Schlosshotel
Lokales Ostholstein Eutiner Hauptausschuss schließt die Akte Schlosshotel
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21:18 18.09.2013
Wie auch immer die Hotelfrage ausgeht: Das „Haus des Gastes“ wird die Eutiner Politik mit Blick auf die Landesgartenschau in jedem Fall weiter beschäftigen. Quelle: Foto: Astrid Jabs

Wohl zum letzten Mal war das Projekt „Schlosshotel“ auf der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstagabend Anlass für eine eingehende Diskussion unter den Eutiner Politikern.

Ein Antrag, den FDP, Bündnis 90/Die Grünen und CDU gemeinsam zur Stadtvertretersitzung in der nächsten Woche eingereicht haben, wurde bei Versammlungsbeginn auch auf die Tagesordnung des Hauptausschusses gesetzt. Wesentlicher Punkt darin war, die Schlossterrassen für den Hotelbau zum 31. Oktober aufzugeben, sofern sich bis dahin kein Investor gefunden habe.

Ein Datum, das bei der SPD-Fraktion Irritation auslöste: „Wir hatten doch immer gesagt, der 30. August ist die rote Linie. Warum jetzt diese Fristverlängerung“, wollte Detlef Kloth (SPD) wissen.

„Jetzt schon alle Bücher zuzuklappen, empfanden wir als zu früh“, antwortete der Ausschussvorsitzende Matthias Rachfahl (CDU), und Monika Obieray (Grüne) ergänzte: „Wir sind mit Optimismus an die Sache rangegangen.“ Diesen „grenzenlosen Optimismus“ konnte Detlef Kloth nicht teilen: „Wenn schon ein Investor da wäre, aber den müssen wir ja erst suchen.“

Im weiteren Diskussionsverlauf nahm Eike Diller für die Grünen Abstand von der Terminierung auf den 31. Oktober und formulierte den ursprünglichen Antrag entsprechend um. Alle Mitglieder stimmten zu, den Standort Schlosshotel mit sofortiger Wirkung aufzugeben, da es keinen Investor gebe. Gleichzeitig ergeht damit der Auftrag an die Verwaltung, die Planung der Sanierung der Schlossterrassen in Angriff zu nehmen. Für einen Hotelbau soll weiter aktiv nach Investoren gesucht werden. Für das als Standort dafür genannte „Haus des Gastes“ könne eine grobe städtebauliche Konzeption erarbeitet werden, sagte Bauamtsleiter Bernd Rubelt auf Nachfrage. Konkrete Planungen seien aber erst mit einem Investor möglich. In jedem Fall müsse man an diesem Herzstück zur Landesgartenschau „eine saubere Weste“ haben, betonte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (CDU).

In einer E-Mail, die Schulz am Sitzungstag erreicht hatte, bekundet Katharina Berges, die als Projektleiterin für das Schlosshotel tätig war, das Interesse der von ihr vertretenen Investoren an diesem Standort. Die gegensätzlichen Darstellungen dazu, ob es bereits zu einem früheren Zeitpunkt Gespräche bezüglich des „Haus des Gastes“ als Hotelstandort mit Berges oder den Investoren gegeben habe, erklärte Schulz auf Nachfrage: Es hätten bis dato keine offiziellen schriftlichen Anträge vorgelegen, und es gebe auch keine verbindlichen Absprachen. Dass „am Rande immer mal wieder über diesen Standort geredet worden ist“, mochte er indes nicht ausschließen.

„In jedem Fall müssen wir an diesem Herzstück zur Landesgartenschau ,eine saubere Weste‘ haben.“
Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (CDU)

Astrid Jabs

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