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Ostholstein Eutinerin sorgt sich um Kinder in Afrika
Lokales Ostholstein Eutinerin sorgt sich um Kinder in Afrika
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20:25 02.11.2013
Kinder in Ghana vor ihrer neuen Heimat. Das Haus wurde auf Initiative des in Stockelsdorf ansässigen Vereins „Ayalolo Straßenkinderprojekt“ gemietet. Weitere Spenden sind willkommen. Quelle: Fotos: hfr
Eutin

Joy-Yana Thurner hat sich eines ganz fest vorgenommen. „Wenn ich später ein eigenes Einkommen habe, werde ich eine Patenschaft übernehmen“, sagt die Eutinerin und stellt damit den gemeinnützigen Verein „Ayalolo Straßenkinderprojekt“ vor. Die 23-Jährige studiert derzeit an der Universität Venlo in den Niederlanden, hat ihre Verbindungen ins afrikanische Ghana spielen lassen und dort, gemeinsam mit ihren Kommilitonen, Gutes bewegt.

Die Eutinerin sowie zwölf weitere junge Menschen aus der Fontys International Business School (FIBS) in Venlo studieren dort nicht nur „International Marketing“. Sie engagieren sich auch im sozialen Bereich. So gründeten sie im Rahmen ihres Studiums eine eigene Firma, die „Mini Company Young Star“, und vermarkteten in Eigenregie Donuts, die nicht zum Naschen gedacht sind. Hergestellt aus weichem Kunststoff dienen sie als Kabelaufwickler, beispielsweise für Handys, MP3-Player und andere Kleingeräte. Verkauft wurden diese Donuts auf Märkten, bei Großereignissen und im Direktvertrieb. Jeder Student übernahm eine spezielle Funktion innerhalb dieser Firma.

Joy-Yana Thurner, die in Eutin am Voß-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat, wurde die General-Managerin. In dieser Rolle übergab sie jetzt den erwirtschafteten Gewinn in Höhe von 600 Euro an die erste Vorsitzende des Vereins, an die Tierärztin Karin Redöhl aus Stockelsdorf, und an den Projektleiter Samuel Bekoe.

Ihn kennt sie aus Eutin. Bekoe ist Trommellehrer und leitet auch eine Trommelgruppe mit Djembes und Kpanlogos in den Räumen der Praxis für Paar- und Familientherapie ihrer Eltern in Eutin. Joy-Yana Thurner: „Dieses kleine und damit sehr persönliche Hilfsprojekt hat mich sehr angesprochen, und ich wollte es gerne unterstützen, denn hier bin ich überzeugt, dass das Geld auch dort ankommt, wo es tatsächlich gebraucht wird. Als ich meinen Kommilitonen davon berichtete, waren alle auch sofort dazu bereit, ihren Gewinn hier sinnvoll einzubringen.“

Zehn Straßenkinder, die vorher ohne Bleibe, mit nur unzureichender Nahrung, ohne medizinische Versorgung und augenscheinlich ohne jede Zukunftschance waren, hat der gemeinnützige Verein „Ayalolo Straßenkinderprojekt“ in einem gemieteten Haus in Kade, etwa 100 Kilometer von Ghanas Hauptstadt Accra entfernt, aufgenommen. Die Kinder helfen bei kleineren Arbeiten mit und lernen so den Umgang mit Tieren, den Anbau, die Pflege und Ernte von Obst und Gemüse.

Karin Redöhls Traum: „Wir möchten in Ghana gerne ein speziell auf die Kinder ausgerichtetes Haus bauen. Dann könnten wir sogar noch zehn weitere Straßenkinder aufnehmen.“ Dafür aber werden neben sehr viel Eigenleistung etwa 18 000 Euro benötigt, damit weitere Fördermittel bewilligt werden können.

• Einzelheiten über den Verein und das Projekt gibt es im Internet unter www.ayalolo.de. Zu finden sind dort Berichte über die Arbeit vor Ort, anschauliche Fotoreihen und auch Hinweise, wie Förderer, Spender oder Paten eines Kindes Hilfe leisten können.

„Ich bin überzeugt, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird.“
Studentin Joy-Yana Thurner aus Eutin

Christina Düvell-Veen

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