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Ostholstein FDP Neustadt setzt auf Nachhaltigkeit und verjüngt sich
Lokales Ostholstein FDP Neustadt setzt auf Nachhaltigkeit und verjüngt sich
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18:10 17.10.2015
„Jeder kann etwas ändern. Mich spricht die Nachhal- tigkeit an.“ Jennifer Rerop (35), 2. Stellvertreterin
Neustadt

Der Altersdurchschnitt hoch, der Einfluss in der Stadtverordnetenversammlung gering, von den Wählern abgestraft — die Neustädter FDP erlebte in den vergangenen Jahren eine schwere Zeit. Jetzt kündigt die Fraktion, die aktuell nur mit einer Person in der Stadtverordnetenversammlung vertreten ist, einen Neuanfang an. Neben dem in öffentlichen Ausschüssen eher als Zuhörer bekannten Erwin Schöner (77), der als Vorsitzender fungiert, gehören zwei Neue zum Vorstand. Es sind die Vertreter Sebastian Kraatz und Jennifer Rerop (beide 35).

Die Namen dürften vielen Neustädtern kaum etwas sagen. Das verwundert nicht. Kraatz ist erst vor wenigen Wochen nach Ostholstein gezogen. Der Unternehmer lebte zuvor in Menden (Sauerland). „Ich war dort sechs Jahre Vorsitzender der FDP und bereits siebeneinhalb Jahre im Stadtrat aktiv, verfüge also über bisschen politische Erfahrung“, erzählt er. Jennifer Rerop lebt aktuell noch in Scharbeutz, wo ihr Vater Falko Rerop in der FDP mitwirkt. Sie selbst möchte in Neustadt durchstarten und das Leben in der Stadt verändern. Die Mutter eines elfjährigen Sohnes arbeitet im IT-Controlling des Lübecker UKSH.

18 Monate, so berichtet Erwin Schöner, habe man mit anderen Liberalen aus dem Norden an einer Neuausrichtung der Partei gearbeitet. Erstellt wurde eine Art Programm, das maßgebend für die Entwicklung Neustadts in den kommenden acht bis zehn Jahren sein soll. „Wir wollen Themen zielführend entwickeln und vor Ort umsetzen“, so Schöner. Im Fokus stehe dabei nachhaltiger naturnaher Erlebnistourismus — eine Strategie, die im ganzen Land genutzt werden soll. „Die touristische Infrastruktur lässt zu wünschen übrig. Wir müssen uns die natürlichen Ressourcen anschauen und sie nutzen“, betont er — gemeint sind unter anderem der Horchturm sowie die Rettiner Wiesen.

Die Partei müsse von unten erneuert werden, erläutert Sebastian Kraatz. „Wir müssen uns bei den Bürgern bekannt machen. Wir sind die Schnittstelle zu höheren FDP-Leuten“, führt er aus. Und Erwin Schöner ergänzt, dass die Neustädter das Gefühl bekommen sollen, dass seine Partei Themen anpacke, die andere nicht angehen. Die Stadt sei unterbewertet. „Wir müssen aufzeigen, wie schön sie ist“, sagt Jennifer Rerop. Sie selbst habe in den vergangenen Jahren in Scharbeutz erleben können, dass Veränderung möglich ist.

Welche weiteren Projekte genau angeschoben werden sollen, wollten Schöner und seine Mitstreiter noch nicht verraten. „Wir werden Akzente setzen. Dann werden wir auch wahrgenommen und gewählt“, betont er.

Sebastian Rosenkötter

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