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Ostholstein Fäule: Naturdenkmal muss gestutzt werden
Lokales Ostholstein Fäule: Naturdenkmal muss gestutzt werden
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18:10 21.06.2018
Giddendorf

„Mir tut es sehr Leid, dass es keine andere Lösung gibt“, sagt Bürgermeister Henning Pries (CDU). Die Schwarzpappel an der L 60 am Giddendorfer Ortseingang präge das Ortsbild; schon 1938 sei sie als Naturdenkmal ausgewiesen worden. Er bedauere, dass die Baumkrone nun abgenommen werden müsse – leider sei das jedoch die einzige Möglichkeit, die Verkehrssicherheit wieder herzustellen.

„Kein Aufschub möglich“: Heute beginnen die Arbeiten

Schon heute sollen die Äste oberhalb einer großen Baumhöhle im Stamm abgesägt werden. Ein Gutachter habe eine massive Fäule im Stamm festgestellt, erläutert Pries. Offenbar sei der Stamm – mit einem Umfang von mehr als sechs Metern – innen weitgehend hohl. Nur noch fünf bis zehn Zentimeter dick sei das Holz im Außenbereich.

Laut Fachmann dulde das Vorhaben insofern keinen Aufschub: Es sei „dringend notwendig, den Baum sofort zu bearbeiten“. „Ich kann es nicht verantworten, die Schwarzpappel in ihrer jetzigen Form noch länger stehen zu lassen“, betont auch der Bürgermeister. „Wir sind gezwungen, jetzt schnell zu handeln.“

„Wir möchten den Baum

erhalten, so gut es geht“

Durch den sogenannten „Kronensicherungsschnitt“ sei es voraussichtlich möglich, das Naturdenkmal trotz allem zu erhalten. „Dem Baum wird eine enorme Last genommen“, erklärt Henning Pries, „danach müssen wir uns keine Sorgen mehr um die Standfestigkeit machen.“ Auch soll die Schwarzpappel mit einer Art Halteseil an benachbarten Bäumen befestigt und dadurch zusätzlich stabilisiert werden.

„Wir möchten den Baum erhalten, so gut es geht“, betont der Bürgermeister. Er ist zuversichtlich, dass die geplanten Maßnahmen die Zukunft der Schwarzpappel sichern können. Natürlich sei es schade um die riesige Krone – er sei aber froh, dass der Baum nicht vollständig gefällt werden müsse. Von dem Rückschnitt könne sich die Schwarzpappel gut erholen und auch wieder neue Äste und Triebe ausbilden. Nährstoffe würden weiterhin über den äußeren Bereich des Stammes transportiert. „Auf diese Weise kann uns unser Naturdenkmal hoffentlich noch viele Jahre erhalten bleiben“, sagt Pries.

Von Jennifer Binder

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