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Ostholstein Faszination „Ostsee in Flammen“
Lokales Ostholstein Faszination „Ostsee in Flammen“
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20:19 31.08.2013
Feuerwerk-Perspektive vom Strand auf Höhe des Hotels Strandidyll, gut einen Kilometer entfernt.

Roswitha und Horst Gieron (beide 63) genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf einer Bank an der Grömitzer Promenade. Sie beobachten das dichte Treiben der Menschen.

Am vorletzten Urlaubstag vor ihrer Abreise zurück nach Hannover-Burgdorf möchte das Paar das Feuerwerk „Ostsee in Flammen“ live am Strand miterleben. Horst Gieron erzählt: „Wir haben das Plakat im Ort gesehen und sind neugierig geworden. Das Tolle ist ja die Musik dazu, diese Harmonie aus Feuerwerk und Melodie.“ Und seine Roswitha meint: „Ich bin ja recht klein, deswegen ist mir der Trubel ein wenig zu viel. Am liebsten würde ich ganz allein mit meinem Mann am Strand sitzen, und ganz ohne andere Menschen zusehen und zuhören.“

Mit dieser Meinung dürften sie nicht allein dastehen. Mittlerweile, es sind noch gut dreieinhalb Stunden bis zur Zündung des ersten Feuerwerkskörpers, ist es fast unmöglich geworden, sich einen Weg durch die Massen zu bahnen. Schon gar nicht, wenn es sich um eine Gruppe handelt wie die von Katrin Häckel (27), die mit Hasenohren kostümiert mit ihren Mädels ihren Junggesellinnenabschied feiert. „Feuerwerk ist so romantisch“, sagt sie und kichert angeheitert. „Aber mein Liebster muss ja heute arbeiten.“ Ihre Freundinnen feixen sich eins, während Katrin weiter Schnaps und Lollis verkauft. Eher nüchtern bereitet sich Bernd Liebner, der Dokumentarfilmer aus Guttau, auf den Abend vor. „Ich freue mich auf wunderschöne Aktionsbilder. Ich fahre gleich mit dem Fahrstuhl in den zehnten Stock im Hotel Carat und filme von oben. Ich bin auf die Vielfalt der Bilder gespannt.“ Für alle, ob Horst und Roswitha Gieron, Katrin und ihre Freundinnen, Liebner oder all die anderen gilt: Sie sind gekommen, weil sie glauben, etwas ganz Besonderes an diesem Abend zu erleben. Der Grömitzer Tourismus-Chef und Gastgeber Olaf Dose-Miekley beschreibt, was ihn persönlich fasziniert.

„Feuerwerk, das ist Magnetismus. Man muss einfach hinschauen.“ Dieses sei das „i-Tüpfelchen“, der dramaturgische Höhepunkt des Lichtersommers.

Ein Spektakel, das sich in ganz Norddeutschland herumgesprochen hat. Mehr als 10 000 Tagesgäste sind gekommen. Die ganze Ortschaft ist zugeparkt. Am Königsredder stehen die Pkw sogar bis zur B

501. In dieser Nacht tummeln sich zwischen 40 000 und 50 000 Menschen am Strand, aber so genau kann man das gar nicht sagen. Sogar einer, der von Haus aus ein zwiespältiges Verhältnis zum Feuer hat, entspannte sich quasi gegen seine Natur beim Anblick der Komposition aus Feuerwerk und Musik: Ortswehrführer Jörg Schemmer. „Dieser Bereitschaftseinsatz war einer der angenehmen Art.“

Das Vorprogramm gehört dazu
Buntes an der Promenade: Die Kinder-Animation auf der Wiese am Seestern hatte viele Attraktionen zu bieten. Kinderschminken gehörte ebenso dazu wie das Hüpfen in der Gummiburg oder auf dem Bungee-Trapez. Dann kam Liedermacher „Grünschnabel“ und sang Lieder für Kinder „von Null bis 99 Jahre“. Die Jüngsten tanzten direkt vor der Bühne mit. In einem Song ließ „Grünschnabel“ wissen:

„Zwischen Sylt und Ibiza liegt Gröööömitz“. Anschließend begeisterte der baumlange in schwarz gekleidete Zauberer „Shorty“.

Den Erwachsenen heizten auf der Bühne am Seebrückenvorplatz „Just for Fun“ mit Hits aus den Charts, aber auch mit 80er-Jahre-Songs ein. Auf der Wiese an der Uferstraße hatte Partykönig Stefan Nanz seinen Disco-Tower in Stellung gebracht, um die Menschen bis zum Showdown über der Seebrücke zu unterhalten.

Peter Mantik

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