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Ostholstein Fehmaraner helfen den Flüchtlingen auf der Insel
Lokales Ostholstein Fehmaraner helfen den Flüchtlingen auf der Insel
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18:28 06.07.2016
Adventure Golf: Wer schafft es, mit einem Schlag die Sundbrücke zu überwinden? Quelle: Fotos: Schwennsen

Es gibt große und kleine Aktionen. Doch jede Hilfe ist willkommen. Rund 160 Flüchtlinge leben derzeit auf Fehmarn. Immer wieder erfahren sie viel Zuspruch von den Insulanern und ihren Gästen. „Er kommt bei den Betroffenen gut an und hilft ihnen in ihrer schwierigen Lebensituation“, betont Fehmarns Integrationsbeauftragte Nadine Witt.

Großzügige Spende statt Weihnachtsfeier, ehrenamtliche Deutschkurse mit Stadtbummel oder gemeinsames Spiel auf der Adventure-Golf-Anlage in Meeschendorf.

„Die Hilfe kommt bei den Betroffenen sehr gut an.“Nadine Witt, Integrationsbeauftragte

Zum Beispiel am Montagvormittag im Burger Rathaus: Die Mitarbeiter im Therapeutikum Westfehmarn (Petersdorf) haben zugunsten der Flüchtlingshilfe auf ihre Weihnachtsfeier verzichtet. Dafür fließt jetzt ein warmer Geldsegen von 5000 Euro. „Diese großzügige Spende soll dazu dienen, den Asylbewerbern und Flüchtlingen das Leben auf Fehmarn zu erleichtern“, so Witt.

Es gibt konkrete Ideen, die mit der stattlichen Summe realisiert werden können. Erstens: die Anschaffung von Backöfen für die Küchen, in denen noch keine vorhanden sind. Zweitens: die Installation von WLAN in den Unterkünften, damit ein besserer und kostengünstigerer Kontakt in die Heimat möglich ist. Und drittens: die Anschaffung eines gebrauchten Kleinbusses zum Transport von Asylbewerbern zu verschiedenen Anlässen.

Ein zweites Beispiel: Flüchtlinge und ihre ehrenamtlichen Deutschlehrer treffen sich zum Adventure Golf in Meeschendorf. Es ist ein kleines Dankeschön, das die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Petersdorf ermöglichen. Karin Gardt, seit kurzem neue Vorsitzende: „Dafür haben unsere Mitglieder gerne 300 Euro gespendet.“ Gastgeber Sebastian Sporleder wertet die Begegnung durch ein Treffen bei Kaffee und Kuchen auf.

Beim Spiel mit Hindernissen kommen die Teilnehmer aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak oder Eritrea rasch einander näher. Aber viele kennen sich ohnehin schon gut. Ihre Deutschkurse sind offiziell zwar beendet, doch sie machen drei bis viermal pro Woche freiwillig weiter – die Flüchtlinge ebenso wie die Deutschlehrer. Gesine Hansen berichtet: „So gehen wir gemeinsam zum Burger Wochenmarkt.

Unterwegs lernen die Teilnehmer, wie die Dinge entlang der Straße oder das Obst auf dem Markt heißen. Wir haben auch schon mal probiert.“ Es gibt andere zufällige Anreize: „Neulich trafen wir einen Handwerker mit einem Schubkarren voller Werkzeug, der sich für uns Zeit genommen hat.“

Drittens: Sehr aktiv ist, wie in den LN berichtet, die Vadersdorfer Dorfgemeinschaft. Auch sie haben kürzlich gemeinsam mit den Flüchtlingen die Adventure-Golf-Anlage mit dem Piratenspielplatz erobert.

Gerd-J. Schwennsen

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