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Ostholstein Fehmarn: Festival auf der Erfolgswelle
Lokales Ostholstein Fehmarn: Festival auf der Erfolgswelle
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18:17 17.05.2017
Das SHMF ist auf Fehmarn schon im dritten Jahr ein willkommener und erfolgreicher musikalischer Farbtupfer. Gisela Stolz, Frank Siebert, Andrea Opielka und Antje Borgwardt (von links nach rechts) stellen die neue Sponsoring-Aktion „Mach mit“ vor. Quelle: Foto: Schwennsen

Die Insulaner haben sich 30 Jahre lang gedulden müssen. Trotz der sehr guten Kontakte zu Justus Frantz erlebte Fehmarn erst 2015 seine SHMF-Premiere. Im dritten Jahr ist die Insel aber inzwischen eine feste Größe beim Schleswig-Holstein Musikfestival. Im Gespräch des Beirates mit dem Leiter der Konzertplanung, Frank Siebert, wurden jetzt sogar die Chancen für eine Erweiterung um ein drittes Konzert ausgelotet.

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SHMF lockt im Sommer mit zwei Konzerten auf die Insel – Das Scheunenkonzert auf Hof Johannisberg ist aber schon restlos ausverkauft – Festivalbeirat regt drittes Konzert auf Fehmarn an.

Aus gutem Grund: Denn der Run auf die Karten ist enorm. Das gilt vor allem für das Scheunenkonzert auf Hof Johannisberg mit „Los Pitutos“ am 10. Juli. Die Karten für ihr Abendprogramm mit lateinamerikanischer Musik waren schon vergriffen, bevor der offizielle örtliche Vorverkauf startete. Das ist für den Tourismus-Service Fehmarn (TSF), der in diesem Jahr erstmals als Sponsor auftritt, keine ganz glückliche Situation.

Antje Borgwardt vom örtlichen Festivalbeirat schlug daher vor, über ein zweites Scheunenkonzert nachzudenken. Siebert nahm die Anregung an. Allerdings: Schon jetzt stößt die jährliche Konzertplanung an ihre finanziellen und personellen Grenzen. Das Festival ist mittlerweile auf 193 Veranstaltungen in 63 Orten mit 107 Spielstätten gewachsen. Dazu kommen zusätzlich fünf „Musikfeste auf dem Lande“

und zwei Kindermusikfeste.

Vielversprechend läuft auf Fehmarn aber auch der Vorverkauf für das Konzert in der Burger St.-Nikolaikirche. Am 22. August tritt dort der international renommierte Blockflöten-Virtuose Maurice Steger auf. Er spielt gemeinsam mit Diego Ares (Cembalo) Werke aus der Barockzeit.

Als das Treffen mit Siebert anberaumt wurde, hatte sich Gisela Stolz vom Festivalbeirat noch gesorgt, dieses Konzert könnte weniger gut besucht werden. Doch ganz im Gegenteil: Laut Dr. Andrea Susanne Opielka (TSF-Veranstaltungsleiterin) sind die Konzertkarten bereits zu 50 Prozent verkauft, vor allem in den ersten beiden Preiskategorien. Siebert sprach sogar schon davon, dass drei Viertel der Karten verkauft seien. Spätentschlossene und Urlauber haben somit noch eine gute Chance, an SHMF-Konzertkarten heranzukommen. Der Vorverkauf läuft auch in den Geschäftsstellen der Lübecker Nachrichten.

SHMF und Fehmarn – für viele Künstler ist vor allem die sehr persönliche Betreuung vor Ort ein enormer Pluspunkt. So engagiert sich auf Hof Johannisberg die ganze Familie Beyer mit großer Begeisterung für die Scheunenkonzerte auf ihrem Hof. Die dortigen „Crossover“-Konzerte locken vor allem ein jüngeres Publikum.

Bürgermeister Jörg Weber (SPD) und Antje Borgwardt regten in dem Gespräch jedoch an, künftig – ähnlich wie in der Kirche – auch hier nummerierte Plätze zu vergeben. Damit könnte der große Run auf die Plätze, sobald sich die Scheunentore öffnen, vermieden werden.

Siebert würdigte zudem die enge Kooperation zwischen dem SHMF und der Kirchengemeinde Burg. An dem Gespräch nahmen auch Kirchenmusikdirektor Johannes Schlage und die neue Pastorin Dr. Susanne Platzhoff teil.

Um das SHMF auf noch breitere Beine zu stellen, werden weitere Sponsoren gesucht. Gestartet wurde daher landesweit die Aktion „Mach mit“ mit bunten Aufklebern, die sich gut für eine ansprechende Schaufenster-Dekoration an den Festivalorten eignen. Der TSF hat in Burgtiefe selbst schon mal den Anfang gemacht.

Siebert ließ keine Zweifel aufkommen, dass der SHMF-Festivalort Fehmarn bleibt. Schon Intendant Christian Kuhnt hatte 2015 nach der Premiere in der St.-Nikolaikirche im LN-Gespräch betont:

„Wir fühlen uns hier pudelwohl.“ Und ein dickes Kompliment verteilt: „Wenn ich mich umschaue, frage ich mich, warum das SHMF 30 Jahre auf ein so bezauberndes Publikum verzichtet hat.“

Die Konzerte

St.-Nikolaikirche Burg: Maurice Steger (Blockflöte) und Diego Ares (Cemballo) spielen Werke aus der Barockzeit von Corelli, Couperin, Boismortier und anderen. Das Konzert beginnt am Dienstag, 22.

August, um 20 Uhr. Die Karten in vier Preiskategorien kosten zwischen zehn und 39 Euro.

Hof Johannisberg: Die Gruppe „Los Pitutos“ spielt am Montag, 10. Juli, ab 20 Uhr lateinamerikanische Musik. Das Konzert ist aber leider schon ausverkauft.

Gerd-J. Schwennsen

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