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Ostholstein Fehmarn: Steigt die Kurabgabe?
Lokales Ostholstein Fehmarn: Steigt die Kurabgabe?
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10:55 15.06.2016
Quelle: fotolia/Archiv

Schon in wenigen Wochen erstmals eine Ostseelounge vor Burgtiefe, Neubau der Beachbar, ehrgeizige Promenaden-Pläne am Yachthafen: Fehmarns Tourismusdirektor Oliver Behncke hat allein für 2016 viele Pläne. Inselweit gibt es zudem ein langfristiges Ziel: Passend zum immer weiter ausgebauten Radwegenetz sollen 40 öffentliche Toiletten vor allem nahe der Küste stehen.

Doch zum Nulltarif gibt es all dies nicht. Behncke denkt über eine schrittweise Erhöhung der Kurabgabe von derzeit 1,80 auf zwei und langfristig sogar auf 2,50 Euro pro Tag nach. Bislang falle sie auf Fehmarn noch immer moderat aus.

Damit erntet Behncke aber Kritik – zuletzt vor allem von den einflussreichen Campingwirten auf der Insel. „Sie leiten den einzigen touristischen Flächenstaat im Lande“, mahnte ihn Jens-Peter Bumann (Meeschendorf), Vorsitzender im Verein Camping Paradies Insel Fehmarn, bei den Investitionen nicht nur Burgtiefe und den Inselosten zu bedenken. Volker Riechey (Wulfen) kritisierte prompt die Schlagloch-Piste von Avendorf nach Wulfen und forderte eine „akzeptable Verkehrs-Infrastruktur“. Gunnar Mehnert (Wallnau) betonte kritisch, die Campingplätze sorgten für die sonstige Infrastruktur ohnehin schon weitgehend selbst.

„Je weiter die Campingplätze von Burg entfernt sind, desto größer ist der Widerstand“, beklagte Manuel Köneking (Flügge). Heinrich Klahn (Fehmarnsund) forderte: „Irgendwann muss Schluss sein, sonst bleiben die Gäste weg.“

Behncke verwies aufs Gleichheitsprinzip. Doch Riechey bestritt eine Gleichbehandlung der Gäste: Gemessen an den Übernachtungskosten machten die Abgaben bei Campinggästen bis zu 25 Prozent aus, während sie bei Hotelgästen eher „marginal“ ausfielen. Kritisiert wurde ferner, der Tourismusbeirat, in dem Vertreter aus der Tourismuswirtschaft sitzen, habe schon lange nicht mehr getagt.

gjs

 

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