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Ostholstein Fehmarn: Thema Windkraft wurde vertagt
Lokales Ostholstein Fehmarn: Thema Windkraft wurde vertagt
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20:20 01.07.2016

Viele waren gekommen, um sich über das Konzept zur Windkraftentwicklung auf Fehmarn zu informieren. Doch zur Beratung dieses Themas kam es auf der jüngsten Stadtvertretersitzung erst gar nicht. Bürgervorsteherin Brigitte Brill ließ wegen weiteren „Beratungsbedarfs“ über die Absetzung von der Tagesordnung abstimmen.

Zuvor hatte noch Dr. Helmut Kettler (WUW) versucht, die Absetzung mit dem Einwand zu verhindern, dass ein Tagesordnungspunkt laut Gemeindeordnung nicht bei Gegenstimmen einfach abgesetzt werden könne. Dies ginge mit einfacher Mehrheit sehr wohl, wenn es dafür einen triftigen Grund gebe, konterte Andreas Herkommer (SPD).

Daraufhin lichteten sich die Reihen der Stadtvertreter: Gleich acht von ihnen erklärten sich für befangen und verließen den Saal. Neun der verbliebenen 13 Stadtvertreter sprachen sich daraufhin für die Absetzung aus.

Doch damit war das Thema noch nicht vom Tisch: Clemens Rahlf reichte einen Einwohnerantrag ein. Diesem zufolge solle sich die Stadtvertretung dafür einsetzen, dass die Landesplanung künftig touristische Belange bei der Ausweisung von Eignungsflächen für Windenergie stärker berücksichtigt. Von Verwaltungsseite wurde Rahlf jedoch darauf hingewiesen, dass für einen derartigen Antrag – ein Novum in der Stadtvertretung – 4,5 Prozent der Inselbewohner über 14 Jahren diesen hätten unterschreiben müssen.

Diskussionsbedarf gab es über einen Antrag der CDU, demzufolge sich die Stadt gegen ein Verbot der Freizeitfischerei im Fehmarnsund aussprechen soll. Unterstützung fand der Antrag – mit Ausnahme der Grünen – auch in den anderen Fraktionen. Touristische Möglichkeiten würden immer mehr eingeschränkt. Dabei sei bei der Ausweisung der Natura-2000-Gebiete lediglich von einem Verschlechterungsverbot die Rede gewesen, wetterte Gunnar Mehnert (WUW).

Für die Grünen hatte Christiane Stodt-Kirchholtes einen Gegenantrag verlesen, der auf ein Verbot der Freizeitfischerei im Fehmarnbelt abzielte. „Irgendwo muss Naturschutz ja anfangen“, sagte Stodt-Kirchholtes. Angesichts der Tatsache, dass die Schutzzone bereits um 30 Prozent verkleinert worden sei, sei die Stadt gut beraten, dem Antrag zu folgen, so die Grünen-Politikerin. Die klare Mehrheit sprach sich dennoch für ein weiteres Verbot aus. Aufgegriffen wurde jedoch der Vorschlag von Heinz Jürgen Fendt (SPD) auf die Laichzeiten des Dorsches Rücksicht zu nehmen.

tk

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