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Ostholstein Fehmarn betritt digitales Neuland
Lokales Ostholstein Fehmarn betritt digitales Neuland
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18:14 07.09.2016

In der Stadt Fehmarn beginnt das digitale Zeitalter. Es ist allerdings noch ein doppelgleisiger Übergang. Denn in der jetzigen dritten Sitzungsrunde gibt es für alle Stadtvertreter und bürgerlichen Ausschuss-Mitglieder die kompletten Unterlagen weiterhin parallel in Papierform.

„Alle wurden ausgerüstet mit Tablets und geschult.“Jörg Weber

Doch das ist ein Auslaufmodell, das voraussichtlich mit der Stadtvertretersitzung am 29. September endet. Danach – so der bisherige Zeitplan – wird die Ende 2015 mehrheitlich beschlossene Neuerung Realität. Die LN titelten damals „Digitale Revolution bei der Stadt Fehmarn“. Seither wurden alle Stadtvertreter und bürgerlichen Ausschuss-Mitglieder mit Tablets ausgestattet und geschult.

Noch gibt es einige Vorbehalte – vor allem bei Kommunalpolitikern, die teilweise seit Jahrzehnten gedruckte Sitzungsunterlagen gewohnt sind. Andere haben noch Bedenken, weil die Internet-Versorgung und Netzstabilität an ihren ländlichen Wohnorten häufig schwächelt.

Dennoch: „Wir versuchen, in der letzten Sitzungsrunde ohne Papier auszukommen“, betonte Bürgermeister Jörg Weber (SPD) Dienstagabend im Hauptausschuss. Dort fielen die Vorteile noch nicht so stark ins Gewicht, denn es gab nur ganz spärlich Unterlagen.

Anders sieht es wohl im Bau- und Umweltausschuss aus. 7500 Seiten Kopien könnten dort allein für eine Sitzung eingespart werden, rechnete der Bürgermeister beispielhaft für eine besonders umfangreiche Sitzung vor. Fielen die weg, spare das nicht nur Material- und Druckkosten, sondern vor allem viel Zeit bei den Mitarbeitern. Das war der Hauptgrund für die Stadt, digitales Neuland zu betreten. Die Ausgangslage: Im Schnitt fallen bisher über 139 000 Druckseiten pro Jahr an. Druck- und Versandkosten liegen bei über 8400 Euro im Jahr, dazu kommt der immense Personalaufwand.

Die Gegenrechnung: Nach hoher Erstinvestition für Hard- und Softwarte könnten nach fünf Jahren fast 29000 Euro eingespart werden. Dafür wurden 50 Tablets angeschafft: 23 Geräte für Stadtvertreter, 20 für bürgerliche Mitglieder, fünf für Mitarbeiter im Sitzungsdienst und zwei Ersatzgeräte.

Gerd-J. Schwennsen

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