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Ostholstein Fehmarn — ein ganz großer Partner im OHT
Lokales Ostholstein Fehmarn — ein ganz großer Partner im OHT
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20:26 11.08.2015
Tourismusgespräch gestern Mittag im Burger Rathaus (v. l.): Oliver Behncke (Tourismusdirektor Fehmarn), Katja Lauritzen (Geschäftsführerin OHT) und Insel-Bürgermeister Jörg Weber. Quelle: Schwennsen

Beide sind erst ganz frisch in ihrem Amt: Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD) und Tourismusdirektor Oliver Behncke. Und doch spielen sie beim Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) bereits eine starke Rolle. Kein Wunder: „Fehmarn gehört zu den ganz großen Partnern. Ich selbst war im OHT schon weit über zehn Jahre im Marketingbeirat“, betonte gestern Oliver Behncke, der offiziell zum 1. August von Heiligenhafen an seine neue Wirkungsstätte Fehmarn gewechselt ist.

Anlass war der Inselbesuch von Katja Lauritzen, Geschäftsführerin des Marketingverbandes OHT. Besonders fiel ihr gestern die enorme Weiterentwicklung durch Mobilheime und Ferienhäuser auf vielen Campingplätzen auf. Am Beispiel Wulfener Hals betonte sie hinterher im Burger Rathaus: „Hier wird klassifizierte Qualität angeboten. Die Küste entwickelt sich weiter.“

Behncke setzte daraufhin deutliche erste Akzente. „Fehmarn will seine Marktführerschaft im Urlaub auf dem Bauernhof, im Campingtourismus und im Wassersport weiter intensivieren.“ Er sparte, gerade eine Woche im Amt, nicht an Lob: „Es gibt rund 1700 Vermieter auf der Insel, auf 185 Quadratkilometer eine gewaltige Zahl.“

Auf Optimismus im Bereich Burger Südstrand, Yachthafen Burgtiefe und Tiefehalbinsel setzt derweil Bürgermeister Weber. Noch 2015 erwartet Fehmarn erste Fördergelder aus Kiel: „Es müssen aber noch einige naturrechtliche Fragen abgearbeitet werden.“

Nicht abspeisen lassen will er sich von den holländischen Hotel-Investoren. Weber hofft auf ein Gespräch mit van Herk: „Egal ob auf Holländisch oder auf Englisch.“ Bei den Parkuhren am Südstrand, die Unbekannte kürzlich zerstört haben, denkt er über künftig flexiblere Lösungen nach: ein Parkschrankensystem, bei dem Gäste erst nach dem Strandbesuch zahlen anstatt im voraus — obwohl sie gar nicht wissen, wie lange das Badewetter am Strand hält.

Gut Wetter im Burger Rathaus. Nur in einem Punkt gab es keine volle Übereinstimmung: die umstrittene OHT-Infobroschüre zum Fehmarnbelt-Tunnel. Lauritzen räumte auf LN-Nachfrage ein, dass es „kein einheitliches Meinungsbild“ zum Tunnel in Ostholstein gäbe. Weber beklagte prompt die mangelnde Transparenz zwischen dem OHT und den städtischen Gremien — allerdings vor seiner Amtszeit. Lauritzen erwiderte: „Die Broschüre ist von unseren Gremien beschlossen und mit Ihrem Vorgänger abgesprochen worden.“

In der Sache am deutlichsten wurde Behncke: „Wir stehen inhaltlich zu der Broschüre, die für mich einen neutralen Eindruck vermittelt.“ Dabei blickte er auf die eigentlichen Adressaten: „Wir brauchen die Vermieter als Multiplikatoren. Ich hoffe, dass die Vermieter auf der Insel nicht Angst vor dem Thema haben. Nichts zu machen und einfach zu verharren, ist auch nicht gut. Der Gast möchte einfach informiert werde.“ Deshalb habe der Tourismus Service Fehmarn die Broschüre an alle 1700 Vermieter verteilt.

Ähnlich würden das andere OHT-Mitglieder organisieren. Teilweisen lägen die Broschüren auch aus, in Einzelfällen würden sie als Postwurfsendung verschickt. Lauritzen: „In Orten wie Eutin haben wir keine Betroffenheit.“

„Bei den Parkuhren am Südstrand denke ich über ein Schrankensystem nach.“
Jörg Weber (SPD), Bürgermeister
„Auf vielen Camping plätzen wird klassifizierte Qualität angeboten.“
Katja Lauritzen, Geschäftsführerin OHT
„Ich hoffe, die Vermieter haben nicht Angst vor dem Thema Belttunnel.“
Oliver Behncke, Tourismusdirektor

Gerd-J. Schwennsen

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