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Ostholstein Fehmarn erwartet 2017 ein Super-Wahljahr
Lokales Ostholstein Fehmarn erwartet 2017 ein Super-Wahljahr
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20:47 19.01.2017

Das wird ein Kraftakt für die Verwaltung: Fehmarn steht 2017 ein Super-Wahljahr bevor. Viermal dürfen die Insulaner wählen – wenn auch nicht alle. Denn neben den Bundestags- und Landtagswahlen wird bereits nächste Woche erstmals ein Kinder- und Jugendparlament gewählt. Im Juni folgt zudem die Neuwahl des Seniorenbeirates.

Letzter Neujahrsempfang des Seniorenbeirates mit Bürgermeister Jörg Weber (SPD): Vorsitzende Hannelore Kammer hört auf. Quelle: Foto: Schwennsen

Das betonte Bürgermeister Jörg Weber (SPD) beim Senioren-Neujahrsempfang. Ein letztes Mal hatte die scheidende Vorsitzende Hannelore Kammer (81) traditionell den Verwaltungschef aus dem Rathaus eingeladen. Sie tritt im Sommer nicht wieder an.

Vom neuen Kinder- und Jugendparlament erhofft sich Weber ähnlich starke Impulse wie seit Jahren vom sehr aktiven Seniorenbeirat. Weber: „Die Jugendlichen haben ganz andere Sichtweisen. Das wird uns das eine oder andere Mal die Augen öffnen.“

Vier Wahlen sind somit sicher – aber es könnte noch mehr Arbeit auf die Verwaltung zukommen. Denn im März liegt der Bürgerentscheid von 2015 gegen das damals geplante temporäre Belttunnel-Gewerbegebiet bei Puttgarden/Marienleuchte zwei Jahre zurück. Das Datum ist für Weber noch sehr präsent – denn parallel fand die erste Runde der Bürgermeisterwahl statt. Er kam in die Stichwahl, in der er sich dann gegen Gunnar Mehnert durchsetzte.

Der damalige Ausgang des Bürgerentscheides verpflichtete die Verwaltung, die Planungen zwei Jahre ruhen zu lassen – also bis März 2017. Noch sei alles ruhig, so Weber. Doch denkbar sei, dass die damaligen Investoren einen neuen Anlauf starten, aber auch dass die Gegner daraufhin erneut einen Bürgerentscheid anstreben. Es bleibt somit spannend für Jörg Weber, der selbst kein Hehl daraus machte, dass er weiterhin Gegner des Belttunnels bleibe. Dafür gab es aus der Seniorenfrühstücks-Runde starken Beifall. Weber: „Trotzdem muss ich – wie die Verwaltung – jeden Tag daran arbeiten, dass die Stadt darauf vorbereitet ist, wenn der Belttunnel doch kommt.“

Eine weitere Wahl liegt Weber besonders am Herzen: die Kommunalwahl 2018. Wörtlich erklärte er: „Ich hoffe, dass wir dann wieder geordnete Verhältnisse in der Stadtvertretung haben und jeder weiß, in welche Fraktion er gehört.“ Damit spielte er darauf an, dass insgesamt fünf Stadtvertreter seit 2013 die Fraktion gewechselt haben und die heutige Sitzverteilung längst nicht mehr den Ausgang der Kommunalwahlen widerspiegelt. Dazu kommen drei weitere drei Stadtvertreter als Nachrücker.

Webers Sorgenkind ist der „oft beschämende Umgangston miteinander“. Mitarbeiter würden beschimpft, vor allem in Mails. Man müsse nicht mit allem in Politik und Verwaltung einverstanden sein, zur Demokratie gehöre die politische Auseinandersetzung. Weber: „Ich lasse aber nicht zu, dass meine Mitarbeiter beleidigt werden.“

Respekt zollte er den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen auf Fehmarn – ob in der Flüchtlingshilfe oder als Feuerwehrmann bei der Deichkontrolle während des Januar-Hochwassers. Weber: „Aber auch die Stadtvertreter üben alle ein Ehrenamt aus.“

Nächste Woche geht’s los

Vom Montag, 23. Januar, an bis Freitag, 27. Januar, wird auf Fehmarn erstmals ein Kinder- und Jugendparlament gewählt. Das Parlament besteht aus acht stimmberechtigten Mitgliedern und deren Vertretern. 14 Wahlvorschläge sind zugelassen.

Wahlberechtigt sind alle Kinder und Jugendliche zwischen dem vollendeten 12. und dem noch nicht vollendeten 22. Lebensjahr mit Hauptwohnsitz in der Stadt Fehmarn.

Gewählt wird in der Inselschule Fehmarn (jeweils 8 bis 12 Uhr) und im Jugendcafé der Stadt (14 bis 18 Uhr).

Gerd-J. Schwennsen

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