Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Fehmarn rockt: Comeback fürs Jimi-Hendrix-Revival
Lokales Ostholstein Fehmarn rockt: Comeback fürs Jimi-Hendrix-Revival
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:05 29.08.2017
Umsonst & draußen: Zuletzt fand im September 2010 ein Hendrix-Revival in Flügge statt – hier mit Wolf Maahn (Mitte) und seiner Gruppe.

Denn das legendäre Festivalgelände in Flügge ist tabu. Dort wo Jimi Hendrix 1970 sein letztes Live-Konzert gab, bevor er wenige Tage später in London verstarb, darf schon lange nicht mehr gerockt werden. „Aus naturschutzrechtlichen Gründen mussten wir zwangsweise aufhören“, grollt Werner Feldmann noch immer.

Sieben Jahre nach dem Aus in Flügge geht das Festival nach Strukkamp.

Anreise

Das Festival-Gelände in Strukkamp ist erreichbar über die E 47 (Abfahrt Avendorf/Landkirchen). Parkplätze sind vorhanden; wer kann, sollte mit Fahrrad oder zu Fuß kommen.

Er muss es wissen, wie hart und ernüchternd dieses Verbot war. Denn der Rechtsanwalt aus Marburg und heutige Vorsitzende der FFG hat jahrelang die gerichtlichen Scharmützel bis vor das OVG Schleswig hautnah miterlebt. Ohne Erfolg. Die FFG lag am Boden, mehrmals wechselte der „Präsi“ an der Spitze der Rock-Enthusiasten. In Flügge erinnert nur noch ein einsamer Hendrix-Gedenkstein an das Kultfestival.

Doch plötzlich sind sie wieder da. Im Winter klang es noch wie ein schöner Traum. Das Revival zur Erinnerung an das legendäre „Love & Peace“-Festival 1970 mit Jimi Hendrix erlebt sein Comeback.

„Nach 16 Jahren regelmäßiger Festivals und sieben Jahren erzwungener Untätigkeit ist die Fehmarn Festival Group rechtzeitig geweckt worden“, atmet Feldmann auf, der auf 2000 bis 3000 Besucher hofft. Er hat seinen entscheidenden Anteil am „Fehmarn Open Air 2017“. Denn gerockt wird auf einer etwa 7000 Quadratmeter großen Wiese hinter seinem Haus (Nummer 29) in Strukkamp.

Von 14 Uhr bis Mitternacht treten dort sieben Bands auf. Sie spielen für jeden, der Blues und Rockmusik liebt, egal wie das Wetter wird. Eintritt wird nicht erhoben. Feldmann: „Wir versprechen, dass wir mit unseren Gästen richtig gute Musik und den Geist unserer früheren Festivals erleben werden.“

Alles ist geplant, der Aufbau kann beginnen. Ein harter Kern von etwa 15 Leuten aus der FFG packt mit an. Es gibt sogar den offiziellen Segen von Bürgermeister Jörg Weber (SPD): „Ich hoffe, dass dies der Neuanfang einer Festivalserie auf Fehmarn ist.“ Wenn es klappt: In drei Jahren – am 18. September – wäre Jimis 50. Todestag.

Und das sind die Bands, die ab 14 Uhr Schlag auf Schlag spielen: „Samuel Bos & Band“ (waren beim Sommerfest 2016 dabei); „Purple Struts“ mit zwei Mitgliedern der auf Fehmarn bekannten Band „Meiselgeier“ aus dem Wendland; „First Responder“ und „Challenger“, Rockbands aus Hessen; „The Blue Poets“ mit Marcus Deml, früher „Errohead“-Gitarrist; „Waitin’ for Punkie“ vom Plöner See sowie das Fehmaraner Urgestein „Scotch Bonnet“.

Mehr Infos gibt es online auf

www.fehmarnfestivalgroup.com

 Gerd-J. Schwennsen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige