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Ostholstein Fehmarn zum Jahreswechsel: Personalwechsel und Raumnot
Lokales Ostholstein Fehmarn zum Jahreswechsel: Personalwechsel und Raumnot
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14:36 14.01.2016
„Der Asyl- koordinator entlastet den Fachbereich Ordnung und Soziales.“ Jörg Weber (SPD), Bürgermeister Fehmarn

 „Das bedeutet viel Aufwand für die Verwaltung“, betonte im Gespräch mit den LN gestern Bürgermeister Jörg Weber (SPD).

Die größte personelle Veränderung in der Verwaltung betrifft den Fachbereich Ordnung und Soziales. Der langjährige Leiter Hans- Jürgen Moller, der eigentlich kurz nach der Bürgermeisterwahl schon im Sommer aufhören wollte und zweimal auf Bitte von Weber verlängert hat, wurde Ende Dezember in den Ruhestand verabschiedet. Stellvertreter Friedrich Rathjen übernimmt dessen Aufgaben vorübergehend kommissarisch, bis der Posten im Sommer intern neu besetzt wird.

Teilweise wurden zudem die bisherigen Aufgaben im Fachbereich neu erteilt. Außerdem gibt es eine spürbare Entlastung dadurch, dass mit Kurt-Henning Marten, bisher bei den Stadtwerken Fehmarn, noch im alten Jahr ein Asylkoordinator benannt wurde (die LN berichteten).

Ein ganz neues Gesicht im Rathaus ist Sina Lampe. Sie hat zu Jahresbeginn ihre Tätigkeit als Fehmarns neue Gleichstellungsbeauftragte aufgenommen. Die LN werden sie in ihrer morgigen Ausgabe vorstellen.

Kein leichtes Spiel ist für Verwaltungschef Weber die Verteilung der beengten Räumlichkeiten. Zum Beispiel muss sich Sina Lampe im Burger Rathaus einen Raum mit Bürgervorsteherin Brigitte Brill teilen. Auch der Platz für Azubis in der Stadtverwaltung sei knapp bemessen, so Weber.

Denn wie in den LN ausführlich berichtet, hat sich mit dem mehrheitlichen Nein der Stadtvertreter der Ankauf des „Mopsy“-Grundstückes in der Bahnhofstraße auch der dort geplante Neubau eines geeigneten Verwaltungsgebäudes neben dem ehemaligen Amt Fehmarn zerschlagen.

Weber hatte dort „Synergieeffekte“ durch die zentrale Zusammenlegung für Bauamt, Stadtwerke und Tourismus-Service Fehmarn gesehen. Jetzt muss er mit dem deutlichen Nein der Kommunalpolitiker, denen der Preis für den Ankauf zu hoch war, leben.

Andere Alternativen für einen kompletten Neubau sieht er mittelfristig kaum. Ein Platz auf der „grünen Wiese“? Weber: „Das kann nur einer fordern, der ständig mobil ist.“ Oder gibt es doch noch Chancen für den immer wieder diskutierten Neubau im Stadtpark? Da bleibt Weber skeptisch: „Wenn wir, selbst über mehrere Jahre verteilt, keine 3,8 Millionen Euro für den Standort in der Bahnhofstraße haben, brauchen wir uns über den Stadtpark keine Gedanken machen.“ Denn auch das bekäme die Stadt nicht zum Nulltarif hin, sondern wäre ebenfalls ein Millionenprojekt. Auf Container-Zwischenlösungen möchte sich Weber nicht einlassen.

Gerd-J. Schwennsen

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