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Ostholstein Fehmarnbelt Days in Hamburg: Vernetzung für die Zukunft
Lokales Ostholstein Fehmarnbelt Days in Hamburg: Vernetzung für die Zukunft
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12:26 22.09.2016
In der Hafencity Universität Hamburg finden auch noch heute die Fehmarnbelt Days statt. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn (5)

 Im Saal „Holcim“ der Hafencity Universität Hamburg machte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) für das Fehmarnbelt Komitee deutlich: „Es geht nicht nur darum, dass Hamburg und Kopenhagen von der Querung allein profitieren, sondern auch der ländliche Raum.“ Er sei aber davon überzeugt, dass dies auch möglich sei.

Drei Tage treffen sich 1000 Teilnehmer in der Hafencity Universität – Präsentation des Fehmarnbelt Komitee mit Landrat Reinhard Sager.

Internet & mehr

Internet: www.fehmarnbeltdays.com

Programm heute: Ab 9 Uhr finden diverse Veranstaltungen statt, zum Beispiel um 11 Uhr im Saal „Wandsbek“ zum Thema Geschäftschancen in der Fehmarnbelt-Region zwischen Hamburg und Kopenhagen.

Anschrift: Überseeallee 16, Hamburg.

Sein Landratskollege Dr. Achim Brötel aus Neckar-Odenwald führte aus, wie dies gelingen kann: „Es funktioniert nur, wenn Gemeinden und Land gemeinsam aktiv werden.“ Der ländliche Raum im Rhein-Neckar habe dies erst lernen müssen. Noch 2010 habe er starke Bedenken geäußert. Heute profitiere die ländliche Wirtschaft von weit verbesserten Rahmenbedingungen, beispielsweise, wenn es um Fördergelder ginge.

Insgesamt 1000 Teilnehmer aus den skandinavischen Nachbarländern und Deutschland nehmen an den Beltdays, die alle zwei Jahre stattfinden, teil. Für viele Geschäftsleute geht es darum, sich auf den neuesten Stand zu bringen, vor allem aber auch Netzwerke für die Zukunft zu schaffen. Vor den Hörsälen gab es eine Messe, wo sich beispielsweise die Universität Roskilde wie auch diverse Interreg-Projekte, Tourismus-Verbände oder auch die Deutsche Bahn präsentierten und informierten.

Aus Ostholstein waren Vertreter aus dem Tourismus, Baltic FS, Scandlines, vom Kreis Ostholstein und der Industrie- und Handelskammer Lübeck nach Hamburg gekommen. Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) war der einzige Verwaltungschef aus den Kommunen, der sich ebenfalls vor Ort informierte. Voigt sagte: „Die Folgen und Chancen der Querung betreffen uns direkt. Daher zeige ich hier Gesicht.“ Neuigkeiten erwarte er dagegen aber nicht zu erfahren.

Peer Knöfler, Gemeindevertreter aus Großenbrode und Mitglied des Fehmarnbelt Komitees, informierte sich im Saal „Altona“ über den Status Quo des geplanten Tunnels. Hierbei fragte eine Scandlines-Mitarbeiterin den technischen Direktor von Tunnel-Bauherr Femern A/S, Henrik Christensen, was denn passiere, wenn die deutsche Baugenehmigung nicht Ende 2017, sondern womöglich erst 2019 vorliege. Christensen antwortete: „Wir glauben nicht an eine solche Verzögerung, müssten aber dann die Verträge mit den Baukonsortien zum Teil neu besprechen und anpassen.“

Laut Christensen könne sich die Bearbeitung der 12300 Einwendungen, die zur Planfeststellungsunterlage des Tunnels eingegangen sind, bis in den Spätherbst dieses Jahres ziehen. Es sei jedoch eine Task Force aus Experten gebildet worden, die mit Hochdruck daran arbeite. Die Zweifler des Projektes sind dieser Tage in Hamburg in der Minderheit. Europaministerin Anke Spoorendonk erklärte: „Die Fehmarnbelt Days belegen eine erfreuliche Entwicklung.“ Es sei schön zu sehen, dass sich viele Menschen aktiv einbringen, um die Zukunft der Fehmarnbelt-Region zu gestalten. Nächster Halt der Fehmarnbelt Days 2018: wahrscheinlich Malmö.

 Peter Mantik

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