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Ostholstein „Fehmarns Grundwasser nicht gefährdet“
Lokales Ostholstein „Fehmarns Grundwasser nicht gefährdet“
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20:16 25.11.2016

Die Einrichtung von Entnahmestellen für Grundwasserproben an den Erdgüllebecken der Schweinemastanlage bei Schlagsdorf, wie sie von besorgten Lokalpolitikern der Stadt Fehmarn gefordert worden ist (LN berichteten), hat kaum eine Chance auf Realisation. In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses erklärte jetzt Matthias Horch von der Wasserbehörde des Kreises Ostholstein, dass es sich bei den Güllebecken um „die sichersten in ganz Schleswig-Holstein“ handele. Mit einer Stärke von zwei Millimetern sei die Folie der Becken doppelt so dick wie gesetzlich vorgeschrieben. Des Weiteren bestehe durch Schaurohre und elektronische Leckagen-Erkennung die Möglichkeit, Fehler sofort festzustellen. Überhaupt forderte der Referent auf, Güllebecken grundsätzlich positiv zu sehen: „Lasst die Landwirte Behälter bauen“, sagte er wörtlich. Durch die Schaffung von Lagerkapazitäten könne der Bauer selbst bestimmen, wann er die Gülle auf die Felder ausbringe. Wer keine Lagerkapazitäten habe, müsse in der Regel sofort nach Ablauf der Sperrfrist (November bis Januar) mit dem Ausbringen beginnen, auch wenn das Wetter noch ungünstig sei.

Zuvor hatte Ausschussvorsitzender Andreas Herkommer (SPD) gefordert, dass man auf Fehmarn dringend etwas unternehmen müsse, weil die Nitratbelastung des Grundwassers mit 83 Milligramm pro Liter wesentlich höher sei als der zulässige Grenzwert (50 Milligramm pro Liter). Horch empfahl, sich bei Sorgen und Beschwerden an den Fachdienst Boden- und Gewässerschutz des Kreises oder an die Umweltpolizei zu wenden.

Sorgen bereitet vielen Lokalpolitikern auch die Klärschlammdeponie der Firma v. Schönfels im Norden der Insel. Auch hier gab der Mitarbeiter des Kreises Entwarnung: Die mit Beton befestigte Lagerfläche sei für unbefristete Zeit genehmigt und entspreche voll und ganz dem vorgeschriebenen Stand der Technik. Das alte Becken, das bis 2010 in Betrieb war, werde nicht mehr genutzt, „es war wasserrechtlich nicht mehr tragbar“, erklärte Horch. „Gleichwohl hat der Kreis offensichtlich fünf Jahre tatenlos zugesehen, wie hier Klärschlamm gelagert wurde“, bemerkte Marco Eberle (Grüne). Der Kreismitarbeiter verwies auf „langwierige Verfahren“. mk

LN

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