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Ostholstein Festspiele: Neue Hoffnung für das Trio vom Grünen Hügel?
Lokales Ostholstein Festspiele: Neue Hoffnung für das Trio vom Grünen Hügel?
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21:19 03.08.2015
„Unser erfolgreiches Team darf man nicht zerschlagen!“, sagt Arend Knoop über Dominique Caron (l.), Sabine Kuhnert und sich. Quelle: hfr

Drei Stunden tagte der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) gestern im Brauhaus, die Ergebnisse der nach LN-Informationen teilweise lautstark geführten Diskussion sollen aber erst am morgigen Mittwoch in einer Presseerklärung bekanntgegeben werden. Wie aus dem Vorstandskreis durchsickerte, stehen die Zeichen auf Annäherung, heißt, die gemeinsame Arbeit von Geschäftsführerin Sabine Kuhnert, Intendantin Dominique Caron und dem Technischen Direktor, Arend Knoop, könnte auch 2016 fortgeführt werden. Das Vorhaben, Strukturen innerhalb der Festspiele GmbH, deren alleiniger Gesellschafter bislang die WVE ist, zu ändern, bleibt unabhängig davon bestehen.

Als „positive Sitzung“ charakterisierte WVE-Vorsitzender Klaus Hoth die gestrige Zusammenkunft. Heute Abend trifft sich der fünfköpfige Festspiele-Beirat — Vorsitzender Hans-Wilhelm Hagen, Joachim Scheele, Arend Knoop, Volker Clausen und Helge Tesnau — um sich erneut mit der Personalentscheidung, die hohe Wellen geschlagen hat, zu befassen. Einen Runden Tisch wird es nach Angaben aus dem WVE- Vorstand am 12. August geben.

Dass die beiden Seiten — Kuhnert-Befürworter und diejenigen, die den Vertrag mit der Geschäftsführerin zum 30. September auslaufen lassen wollen — aufeinander zugehen, dürfte auch der Reaktion der öffentlichen Geldgeber zuzuschreiben sein. Ende vergangener Woche hatten Kultur-Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer (SPD), Landrat Reinhard Sager und Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (beide CDU) bei einem lange vor den Querelen um die Geschäftsführung vereinbarten Termin zusammengesessen, um Fördermöglichkeiten für die Festspiele anlässlich der Landesgartenschau 2016 auszuloten. 180000 Euro schießen Land, Kreis und Stadt jährlich gemeinsam dem Festspiel-Betrieb zu.

Über weitere Mittel könne man nun erst reden, wenn „verlässliche und belastbare Strukturen bei der Eutiner Festspiel GmbH vorhanden sind“, teilten Ministerium und Sager auf Anfrage übereinstimmend mit. ben/sas

Neue Mäzene und eine Sommerakademie?
Als „vollen Erfolg“ wertet Hans-Wilhelm Hagen, Beiratsvorsitzender der Eutiner Festspiele und Vorstand der Volksbank Eutin, den ersten von den Festspielen ausgerichteten und von der Volksbank unterstützten Stiftungstag. Rund 45 Gäste waren zur hochkarätig besetzten Informationsveranstaltung in die Opernscheune gekommen. Erfreulich für die Festspiele: Einige Teilnehmer hätten konkretes Interesse am Gründen einer Stiftung signalisiert, auch mit Blick auf eine Unterstützung der Festspiele, so Hagen. Die Veranstaltung habe zudem Impulse für den Spielbetrieb gebracht.
Die Moderatoren Regina Wyrwoll (sitzt im Kuratorium der Ludwig Stiftung für Kunst und internationale Verständigung in Aachen) und Andreas Wiesand (leitet das Europäische Institut für vergleichende Kulturforschung in Bonn, ERICarts) rieten dazu, die Internationalisierung als Chance zu sehen. Das gelte für Stiftungen wie für die Festspiele. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit deutschen und ausländischen Musikhochschulen könnte Eutin aufwerten, auch für möglichere Förderer. Und in einer „Sommerakademie“ ließen sich Instrumentalisten, Regie- und Bühnentechnikstudenten verstärkt in die Vorarbeiten der Inszenierungen einbeziehen. Die Moderatoren empfahlen eine Wiederholung der Veranstaltung unter dem Namen „Eutiner Stiftertag“.
Die Festspiele haben gute Erfahrungen mit großzügigen Förderern. So hatte der Diplom-Kaufmann Eckart Ulbrich kurz vor seinem Tod 2013 aus Verbundenheit mit Schleswig- Holstein die Ulbrich-Stiftung in Timmendorfer Strand ins Leben gerufen. Sie konzentriert ihre Unterstützung auf körperlich benachteiligte Menschen, fördert aber ebenso Kunst und Kultur. Die Festspiele haben dem Mäzen den Erwerb der Opernscheune zu verdanken. Ob sich weitere Gönner finden, ist zwar noch nicht sicher. Aber für Hans-Wilhelm Hagen steht fest: „Der Stiftungstag hat sich gelohnt.“ pet

LN

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