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Ostholstein Festspiele mit 11000-Euro-Defizit
Lokales Ostholstein Festspiele mit 11000-Euro-Defizit
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13:39 20.07.2016
Festspiele-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert (links) und Ulrike Horstmann, zuständig für PR und Marketing. Fotos (2): Christina Düvell-Veen

 Für sie selber, so sagte Geschäftsführerin Sabine Kuhnert, sei 2015 sowohl persönlich als auch von den Aufgaben her kein einfaches Jahr gewesen. Mit Blick auf die Zahlen ergab sich unter dem Strich ein Defizit von 11000 Euro. Diese Summe wäre ohne die Spende eines Eutiners noch höher ausgefallen. Der Geldgeber, der anonym bleiben möchte, habe eine „größere Summe im fünfstelligen Bereich“ zur Verfügung gestellt, so Kuhnert. Das Defizit begründe sich ausschließlich durch fällige Zahlungen aufgrund von Altlasten aus den Geschäftsjahren 2011 und 2012.

Minus stammt aus Altlasten — Zuversicht für neue Spielzeit — Eröffnung des Kassenhäuschens am Jungfernstieg.

Kuhnert kündigte bereits jetzt an: „Auch für das Jahr 2016 werden fällige Zahlungen aus Verbindlichkeit der Jahre 2011 bis 2014 den Haushalt belasten.“

In der vergangenen Saison wurden etwa 24000 Karten verkauft. „Die erfolgreiche Entwicklung der Neuen Eutiner Festspiele kann an der messbaren Größe der Auslastung von 64 Prozent der verkauften Eintrittkarten festgemacht werden“, erläuterte Kuhnert. Es sei einmalig in Norddeutschland, wenn nicht sogar bundesweit, dass sich die 1,32 Millionen Euro Einnahmen zu 75 Prozent durch Kartenverkäufe sowie lediglich zu 15 Prozent durch die öffentliche Hand und zu zehn Prozent durch Spenden und Sponsoren zusammensetzen. „Für einen Theaterbetrieb ist das eine irre Zahl“, hob Kuhnert hervor. Jetzt gelte es, noch mehr Spender und Sponsoren zu gewinnen.

Im vergangenen Jahr seien die meisten Karten seit Bestehen der Neuen Eutiner Festspiele verkauft worden. Kuhnert: „Wir sind zuversichtlich, dass uns im Jahr der Landesgartenschau durch gezielte Maßnahmen im Marketingbereich, einen soliden Wirtschaftsplan und ein ambitioniertes Mitarbeiterteam ein weiteres erfolgreiches Festspieljahr gelingen wird.“ Bislang wurden im Vorverkauf genau so viele Karten wie 2015, etwa 11000, für die Aufführungen von „Carmen“, „Der Vogelhändler“ und „Der Freischütz“ bestellt.

Bereits jetzt kündigte Kuhnert für 2017 einige Neuerungen an. „Wir wollen dem Wunsch des Publikums nachkommen und den Festspielen mehr zu einem Festival-Event-Charakter verhelfen.“ Sie nannte Beispiele: „Wenn wir eine Strauß-Oper spielen, können wir ein Strauß—Event anbieten, und wenn in einer Oper Clowns mitwirken, können wir Clowns auch in den Pausen auftreten lassen.“

Das neue Programm für 2017 wird sie im Mai gemeinsam mit der Festspiele-Intendantin Dominique Caron vorstellen. Neu im Team der Festspiele-Verantwortlichen ist Ulrike Horstmann, zuständig für Public Relations und Marketing.

Da sich in diesem Jahr die Opernscheune auf dem Areal der Landesgartenschau befindet, so dass der Kartenverkauf nur für Besucher mit gültiger Eintrittskarte möglich ist, wird die ehemalige Vorverkaufsstelle im Jungfernstieg aus ihrem „Dornröschenschlaf“ geweckt.

Kartenverkäufer und Öffnungszeiten

Das Kassenhaus am Jungfernstieg wird am Montag, 25. April, eröffnet.

Zum Team der Kartenverkäufer gehören Bianca Zielke und Angela Ebert sowie Hannes Simon (18), Schüler der Kreisberufsschule, und Moritz Böttger (20), der nach dem Schulabschluss im vergangenen Jahr sechs Monate lang Neuseeland bereist hat.

Öffnungszeiten sind zunächst einmal täglich von 12 bis 17 Uhr.

An Vorstellungstagen bleibt die Kasse bis zum Aufführungsbeginn offen.

Von Christina Düvell-Veen

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