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Ostholstein Erneut Großfeuer bei Seglerfamilie Sach
Lokales Ostholstein Erneut Großfeuer bei Seglerfamilie Sach
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16:06 03.01.2019
Die drei Trailer, ein Fahrzeug und das Segelzubehör sind komplett verbrannt. Quelle: Arne Jappe
Zarnekau

Großalarm für die Feuerwehren der Gemeinde Süsel am Silvesterabend: Gegen 21.10 Uhr wurden sie in die Alte Dorfstraße nach Zarnekau gerufen.

Ein Schuppen auf dem Gelände der Segler und gebürtigen Zarnekauer Helge und Christian Sach stand in Flammen. Erst am 31. Januar 2018 wurde ein Schuppen von Christian Sach in Zarnekau Opfer eines nächtlichen Feuers.

Autos und Anhänger in Brand

In der abgebrannten Scheune vom Silvesterabend befanden sich ein Auto und einige Anhänger. Die insgesamt sieben Ortswehren der Gemeinde Süsel waren mit knapp 60 Einsatzkräften vor Ort. Unter Einsatz von Löschschaum konnte das Feuer nach gut einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden.

Nur wenige Meter vom Brandort entfernt galt es eine deutlich größere Scheune und einen Unterstand zu schützen. In diesem sind wertvolle Boote untergebracht. Ein Übergreifen der Flammen drohte schon deshalb, weil der Wind in Richtung der größeren Scheune blies. Mittels eines Wasserriegels bewahrte die Feuerwehr die weiteren Gebäude davor, ebenfalls in Brand zu geraten.

Verdacht der Brandstiftung

Das Feuer am Silvesterabend reiht sich in eine Serie von Bränden in der Gemeinde ein. Allein fünf Großfeuer hat es im Laufe des Jahres 2018 dort gegeben. Die Kriminalpolizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Brandstiftung auch schon in den vorherigen Bränden, sagte Gemeindewehrführer Rolf Müller.

Noch während der Löscharbeiten meldete sich eine Anwohnerin bei den Beamten, welche zum fraglichen Zeitpunkt beobachtete, wie sich eine Person vom Brandort entfernt hat. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. „Die Ermittlungen nach dem Brand eines Unterstandes für Fahrzeuge und Anhänger in Zarnekau dauern weiter an, die genaue Brandursache steht noch nicht fest“, teilte Polizeisprecher Ulli Gerlach am Mittwoch mit. Die Kriminalpolizei in Eutin ermittele in alle Richtungen. Auch die Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest.

Die Beamten der Kriminalpolizei Eutin prüfen im Zuge der Ermittlungen, ob es einen Zusammenhang zu vorherigen Taten gibt. Im Jahr 2018 hatte es in der Großgemeinde Süsel immer wieder gebrannt. Anfang des Jahres hatte es ein Feuer in der Küstenwerkstatt gegeben, im Februar 2018 war eine Lagerhalle auf dem Hof von Christian Sach in Flammen aufgegangen. Im Mai 2018 brannte erst das Schützenhaus in Bujendorf, wenige Tage später zerstörte ein Feuer eine Scheune am Ortsrand von Zarnekau.

In den Jahren 2012 und 2013 war Zarnekau schon einmal Zentrum einer Brandserie im Süden des Kreises Ostholstein. Es begann mit Strohballenbränden und setzte sich mit Feuern in Carports und am Ende im Keller eines Mehrfamilienhauses fort. Allein 15 Brände ereigneten sich in Zarnekau und dem kleinen Nachbarort Vinzier. Die Serie versetzte die 550 Einwohner in große Unruhe. Die Feuerwehr patrouillierte schließlich jeden Abend durchs Dorf. Erst als die Polizei einen Verdächtigen ermittelte, riss die Serie ab.

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