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Ostholstein Feuer zerstört unbewohntes Ferienhaus in Westerbergen
Lokales Ostholstein Feuer zerstört unbewohntes Ferienhaus in Westerbergen
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10:25 05.01.2016
Das Ferienhaus in Westerbergen von der Uferseite aus gesehen: Nach dem Brand am Sonntagmorgen ist es jetzt unbewohnbar. Quelle: Fotos: Schwennsen

Aufregender Start ins neue Jahr: Zwei Brände hielten Fehmarns Wehren kurz nach dem Jahreswechsel in Atem. Sonntagmorgen ging in Westerbergen im Inselsüden ein Ferienhaus größtenteils in Flammen auf. Und gestern morgen brannte es in Orth (Westfehmarn) in einer mit Feriengästen belegten Wohnung in einem Hausblock in Hafennähe. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Das Feuer, das am Sonntag kurz nach 8 Uhr aus Westerbergen gemeldet wurde, geriet unerwartet zum Großeinsatz. Als die ersten Wehren eintrafen, brannte das Obergeschoss eines Stelzenhauses in der küstennahen Ferienhaussiedlung in voller Ausdehnung.

Der starke Südostwind und eisige Temperaturen um minus sechs Grad erschwerten den Einsatz immens. Das Löschwasser verwandelte den Einsatzort rasch in eine Eisfläche. „Trotzdem war das Feuer relativ schnell unter Kontrolle“, bilanzierte gestern Fehmarns Gemeindewehrführer Volker Delfskamp. Der obere Bereich ist aber nicht mehr bewohnbar. Das Ferienhaus war zur Brandzeit unbewohnt.

Fünf Inselwehren waren mit insgesamt 85 Kräften im Dienst. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Gemeindewehrführers Thorsten Röhrke rückten die Ortswehren Landkirchen, Süderort, Bisdorf-Hinrichsdorf, Vadersdorf- Gammendorf und Burg aus. Es gelang ihnen, die benachbarten Gebäude zu schützen.

Laut Delfskamp deutet einiges auf einen technischen Defekt hin. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und den Brandort mit Flatterband abgesperrt. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Glimpflicher verlief ein Feuer gestern in Orth. Um 5.43 Uhr schlug der Rauchmelder an — zum Glück der Feriengäste, die sich in der Wohnung aufhielten. Die Wehren hatten das kleine Feuer schnell im Griff, die anderen Wohnungen litten kaum unter dem Wassereinsatz.

Vorsorglich wurden aber mehrere Bewohner, die noch schliefen, geweckt und gebeten, sich für eine eventuelle Evakuierung des Hauses in Hafennähe anzuziehen. Sie war dann aber doch nicht nötig, so Einsatzleiter Delfskamp. Im Einsatz waren mit Sulsdorf, Petersdorf und Dänschendorf alle Wehren aus dem Inselwesten sowie die Atemschutzschleife Fehmarn-Mitte, die von der vier Wehren der ehemaligen Gemeinde Landkirchen gebildet wird. Die Höhe der an der Wohnung entstandenen Schäden ist noch nicht genau ermittelt. Delfskamp: „Das Feuer wurde eindeutig durch einen technischen Defekt in der Nachtspeicherheizung ausgelöst.“

Den größten Schrecken gab es für ihn, wie in den LN berichtet, ohnehin am Neujahrstag. Zum Glück brannte es im Burger Rathaus um kurz nach Mitternacht aber nicht. Inzwischen ist der Fehlalarm aufgeklärt: „Die hohe Luftfeuchtigkeit drückte den Rauch aus dem Rathaus-Schornstein aufs Dach und sorgte für Irritationen.“

Gerd-J. Schwennsen

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