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Ostholstein Feuerwehr als Garant der Städtepartnerschaft
Lokales Ostholstein Feuerwehr als Garant der Städtepartnerschaft
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18:10 17.10.2015
Die Haltung stimmt: Bergens Wehrführer André Muswieck (links) und Oldenburgs Feuerwehrchef Marco Kleinschmidt. Quelle: Fotos: Rosenkötter
Oldenburg

Gemeinsam Brände löschen und Menschleben retten, das werden die Feuerwehren aus Oldenburg und Bergen auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) wohl nie. Dennoch verbindet die Kameraden, deren Wachen über 300 Kilometer trennen, eine jahrelange Freundschaft. Genauer gesagt gibt es seit genau einem Vierteljahrhundert eine enge Verbindung zueinander. „Die Wehren sind ein Aktivposten für die Beziehung zwischen den beiden Städten“, betonte gestern Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos).

Anlässlich des Jubiläums erinnerte er im Rathaus an die Anfänge. Am 25. Januar 1990 habe der damalige Bürgermeister Manfred Hoffmann einen Brief erhalten, in dem es um die offizielle Festigung der Partnerschaft gegangen sei. „Schon am 14. Februar folgte die Antwort. Er bejahte die gewünschte Verbindung mit voller Überzeugung. Zu einer endgültigen Freundschafts-Erklärung, so ist es auf der städtischen Internetseite nachzulesen, kam es dann im März.

Hoffmann, der gestern ebenfalls anwesend war, nutzte den Festakt und erinnerte an die damaligen Ereignisse. „Ich bin Zeitzeuge. Wir sind damals nach Bergen auf Rügen gefahren, von dem Willen beseelt, zu einer Partnerschaft zu kommen.“ Während die Beziehung zwischen den Beteiligten herzlich gewesen sei und man sich sympathisch gefunden habe, stieß der gereichte Kaffee allerdings auf Abneigung.

„Das war nicht unser Geschmack. Es gab Muckefuck im Rathaus“, so Hoffmann. Die am Abend servierten Getränke kamen da schon besser an. „Wir haben im Ratskeller die 85-Jahr-Feier der Feuerwehr besucht.

Bei dieser ersten Begegnung gab es nicht nur O-Saft und Sekt.“

Dass Feiern Menschen zueinander bringen können, lässt sich kaum leugnen. Jedoch reichen gemeinsame Feste kaum aus, eine Partnerschaft am Leben zu halten. „Damit lockt man heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor“, so André Muswieck, Wehrführer von Bergen. Damit spielte er auf den Generationswechsel an, der sich in den vergangenen Jahren bei beiden Feuerwehren vollzogen hat. Um die Partnerschaft dennoch am Leben zu halten, soll es in Zukunft gemeinsame Übungen geben. Details könnten im Frühjahr 2016 besprochen werden.

Neuigkeiten könnte es dann auch aus einer ganz anderen Region geben. Die Stadt Oldenburg prüft gerade offiziell, eine Partnerschaft mit Blain in Frankreich einzugehen. „Es würde passen“, sagte Martin Voigt.

Sebastian Rosenkötter

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