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Ostholstein Autos und Carport brennen: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?
Lokales Ostholstein Autos und Carport brennen: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?
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08:33 08.12.2018
Gleich mehrere PKW waren in der Nacht zum Samstag in Lensahn in Brand geraten. Brandstiftung gilt als sehr wahrscheinlich. Quelle: Arne Jappe
Lensahn

Gleich mehrere Feuer auf vier Einsatzstellen in einer Straße hatte die Feuerwehr bei einem Großfeuer in Lensahn zu löschen. Verletzte wurde bei dem Einsatz niemand. Die Kriminalpolizei hat noch in der Brandnacht die Ermittlungen aufgenommen. Brandstiftung gilt als offensichtlich.

Sowas haben selbst die erfahrenen Ermittler der Kriminalpolizei noch nicht gesehen. In der Straße „Am Klützenberg“ brannte es in der Nacht zum Sonnabend gegen 2 Uhr gleich an vier verschiedenen Einsatzstellen – ausgelöst durch einen oder mehrere Feuerteufel.

Bewohnerin verhinderte weiteres Feuer

In einem Carport direkt an einer Doppelhaushälfte brannte ein PKW und ein Carport, auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen zwei weitere Fahrzeuge und ein freistehendes Carport im Vollbrand und ein weiterer PKW in der direkten Nachbarschaft wurde ebenfalls in Brand gesetzt. Auch eine Aufbewahrungsbox direkt am Gebäude auf einem weiteren Grundstück ging in Flammen auf.

Nur durch das umsichtige Handeln der Bewohnerin konnte ein weiteres Feuer verhindert werden. Zusätzlich hatte der oder die Täter versucht, ein weiteres Fahrzeug unter einem Carport anzuzünden. Sie stopften die vorher entwendeten vollen Plastiksäcke unter das Fahrzeug. Offensichtlich wurden sie gestört.

Feuer wäre beinahe auf Dachstuhl übergegangen

„Beim Eintreffen der Feuerwehr standen drei PKW und zwei Carports im Vollbrand“, erklärt Einsatzleiter Hartmut Junge von der Feuerwehr Lensahn. Sofort beginnen die Einsatzkräfte parallel mit der Brandbekämpfung.

An der Doppelhaushälfte, wo der Carport direkt ans Haus gebaut wurde, ist die Lage anfangs dramatisch. Das Feuer drohte auf den kompletten Dachstuhl überzugreifen. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte das Übergreifen verhindert werden. Es waren bereits Fensterscheiben geborsten und auch die Nebeneingangstür war durch das Feuer nicht mehr vorhanden. Fahrzeug und Carport brannten komplett aus.

Klicken Sie hier, um Bilder von den Bränden zu sehen, die sich in der Nacht zum Sonnabend in Lensahn ereigneten.

Starker Wind macht Probleme mit Funkenflug

Auf der anderen Straßenseite fast das gleiche Bild. Gleich zwei PKW und der Carport lichterloh in Flammen. Glück für die Einsatzkräfte – der Unterstand für die Fahrzeuge stehen nicht direkt am Gebäude. Doch auch hier war ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte erforderlich. „Wir hatten sehr starken Funkenflug durch den starken Wind“, sagt Junge. Mehrere Atemschutzgeräteträger bekamen das Feuer mit einem massiven Wassereinsatz unter Kontrolle.

Ein weiterer PKW wurde ebenfalls in Brand gesteckt, hier konnten aber Anwohner den Entstehungsbrand noch gerade rechtzeitig löschen. Die weiteren Versuche einer Brandstiftung an zwei anderen Einsatzstellen führten dann zum Glück nicht zum Erfolg. „Es ist einfach nur Wahnsinn was hier heute Nacht passiert ist. Hoffentlich findet die Polizei den oder die Täter“, sagte eine direkt betroffene Anwohnerin geschockt.

Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Überall blickte man in besorgte und geschickte Gesichter der Nachbarn und direkt betroffenen Bewohner. Die Polizei und Kriminalpolizei haben bereits in der Brandnacht die Ermittlungen aufgenommen. Aus Kreisen der Polizei hieß es, dass es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um Brandstiftung handelt.

Über die Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben. Die Feuerwehren aus Lensahn, Lensahnerhof, Sipsdorf und Oldenburg waren mit circa 60 Einsatzkräften vor Ort. Verletzte gab es bei dem Einsatz nicht.

Arne Jappe

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