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Ostholstein Feuerwehren am Fehmarnbelt stärken ihre Zusammenarbeit
Lokales Ostholstein Feuerwehren am Fehmarnbelt stärken ihre Zusammenarbeit
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18:14 10.11.2017
Unterzeichneten das Abkommen (v. l.): John Brædder (Guldborgsund), Holger Schou Rasmussen (Lolland) und Jörg Weber (Fehmarn). Quelle: Foto: Gjs
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Fehmarn

Für die deutsch-dänischen Nachbarwehren am Fehmarnbelt war es gestern ein denkwürdiger Tag. Am Vormittag fuhr der rote Bus mit der Aufschrift „Lolland-Falster Brandvæsen“ vor dem Burger Verwaltungsgebäude vor. Empfangen wurde die Delegation von Bürgermeister Jörg Weber (SPD), seinem Stellvertreter Werner Ehlers (CDU) und der kompletten Spitze der Gemeindefeuerwehr Fehmarn.

Aktuelle Situation

Rund 400 Feuerwehrkräfte sind laut Branddirektor Peter Søe auf dänischer Seite im Einsatz.

Auf Fehmarn gibt es 328 aktive Feuerwehrkräfte, davon 24 Frauen.

Volker Delfskamp als Gemeindewehrführer bedauert, dass in einigen der elf Wehren vor allem tagsüber die Einsatzbereitschaft schwächelt.

Unterschriftsreifes Abkommen

Das Treffen war mehr als nur ein Gegenbesuch nach dem vergangenen großen Austausch im Oktober 2016 in Maribo. Denn unterschriftsreif lag ein in den Monaten zuvor von den deutsch-dänischen Feuerwehr-Experten detailliert erarbeitetes Abkommen vor. Es regelt die „Zusammenarbeit zwischen den Feuer- und Rettungsdiensten“ der drei Belt-Kommunen. Dabei bleiben die unterschiedlichen organisatorischen Strukturen und Traditionen der Feuerwehren aber bewahrt.

Die Zusammenarbeit zielt vor allem auf gegenseitige Einladungen zum Beispiel zu Übungen oder auch einen regelmäßigen gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Konkret genannt werden unter anderem eine Kooperation bei den Jugendfeuerwehren, gemeinsame Übungen von unterschiedlich großen Gruppen oder auch Spezialkräften und außerdem auf eine Analyse von Einsatzprinzipien sowie Taktiken bei Einsätzen auf den Fähren zwischen Puttgarden und Rødby Dänen planen schon Belt-Bereitschaftswehr

Ein Passus regelt zudem den „gegenseitigen Sprachaustausch mit besonderem Fokus auf Fachausdrücke“. Für John Brædder (Guldborgsund) ist das Abkommen daher auch ein Mosaikstein einer „kulturellen Brücke“.

Die Dänen sind mit Blick auf den geplanten Belttunnel sogar schon einen wesentlichen Schritt weiter als die Fehmaraner. Erst kürzlich gab es ein Treffen mit Femern A/S, um künftige Bereitschaften der Feuerwehr nach der Eröffnung des Belttunnels festzulegen. Bis Mitte 2018 sind wir mit den Planungen fertig“, bestätigte Holger Schou Rasmussen (Lolland). Er kündigte an, danach mit der Nachbarkommune Fehmarn die Gespräche über Bereitschaften zu vertiefen.

Gerd-J. Schwennsen

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