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Ostholstein Feuerwehrmann bei Gebäudebrand schwer verletzt
Lokales Ostholstein Feuerwehrmann bei Gebäudebrand schwer verletzt
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16:18 20.08.2016
Quelle: Arne Jappe
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Sereetz

Wo in der Nacht ein Feuerwehrmann schwer verletzt wurde, Anwohner die Szenerie beobachteten und beißender Qualm durch die Schwartauer Straße in Sereetz (Gemeinde Ratekau/Ostholstein) zog, erinnern nur noch ein rot-weißes Flatterband und ein Loch in der Fassade des ehemaligen Aldi-Markts an den Großeinsatz.

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Bei dem Feuerwehreinsatz in Sereetz wurde ein  Feuerwehrmann verletzt.

Ausgerechnet in dem seit gut zehn Jahren leerstehenden Gebäude, das nun als möglicher neuer Standort für die Feuerwehr  im Gespräch ist, war am späten Freitagabend ein Schwelbrand entstanden. Ein in der Nähe wohnender Feuerwehrmann war auf dem Nachhauseweg als er entdeckte, dass die Tür zum Gebäude offen stand. Die Feuerwehr hat nach Auskunft von Pressesprecher Hartmut Junge einen Schlüssel für das der Gemeinde gehörende Haus. Der Feuerwehrmann, der zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von dem Schwelbrand wusste, holte den Schlüssel, um die Tür wieder zu verriegeln. Gerade als der 32-Jährige vor der Tür stand um abzuschließen, kam es zur Durchzündung. Die Rauchgase entzündeten sich, da durch die offenstehende Tür Sauerstoff ins Innere gelangen konnte. Bei der Durchzündung erlitt der Sereetzer schwere Verbrennungen. Anders als es Agenturen berichteten, war der Feuerwehrmann zu keiner Zeit lebensgefährlich verletzt.

Der Verunglückte konnte sich selbst auf die andere Straßenseite retten. Mittlerweile waren durch den starken Lärm auch die Anwohner aufgeschreckt. Sie alarmierten die Feuerwehr und Ersthelfer versorgten den Verletzten.

Binnen Minuten waren die Feuerwehren aus Sereetz, Ratekau und Bad Schwartau mit der Drehleiter vor Ort. Ebenso Polizei und Rettungskräfte, die den Feuerwehrmann in die Uni-Klinik brachten. Außerdem standen die Techauer Feuerwehr und weitere Kräfte aus Bad Schwartau in Bereitschaft, so Dirk Westphal, Ortswehrführer von Sereetz, der den Einsatz mit etwa 60 Kameraden leitete.

Die Feuerwehr schlug ein Loch in die Fassade, um an den Brandherd gelangen zu können. Außerdem kontrollierten nach dem Löschen des Schwelbrands und Lüften des Gebäudes Feuerwehrmänner vom Korb der Drehleiter aus unter Atemschutz das Dach, um mögliche weitere Brandnester entdecken zu können.

Zur Brandursache gibt es bislang nichts Offizielles, die Kripo ermittelt. Noch in der Nacht waren Spuren gesichert worden. Der Raum mit den Hausanschlüssen, in dem der Schwelbrand entstanden war, soll laut Aussage von Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller aber verschlossen gewesen sein. jhw

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