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Ostholstein Neues Bild für das Trauzimmer in der Thomsen-Kate
Lokales Ostholstein Neues Bild für das Trauzimmer in der Thomsen-Kate
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19:50 29.11.2018
Die Leiterin der Eutiner Fielmann-Filiale Claudia Freudel übergab Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck das Gemälde "Blick über den Ukleisee im Herbst“ von Max Tuchel. Quelle: Dirk Schneider
Malente

Der „Blick über den Ukleisee im Herbst“ vergoldet künftig die Zeremonien im Trauzimmer der Malenter Thomsen-Kate. Das Gemälde, das Max Kuchel 1915 bei einer Studienreise in die Holsteinische Schweiz schuf, ist eine Schenkung der Fielmann-Stiftung.

Entdeckt und gekauft wurde das Bild von Kunsthistoriker Jürgen Ostwald, der in Günther Fielmanns Auftrag die Kunstszene im Auge hat und ständig in Auktionshäusern und Galerien nach Kunstschätzen sucht, die einen lokalen und regionalen Bezug zu Schleswig-Holstein haben. Mit den erworbenen Werken seien landesweit bislang 100 öffentliche Museen, museale Einrichtungen und historische Sammlungen unterstützt worden, berichtete Ostwald. Jüngster Nutznießer sei nun dank eines glücklichen Zufalls die Gemeinde Malente.

Das Bild war verdreckt und wies einige Fehlstellen auf

„Das Bild stammt aus Hamburger Privatbesitz und wurde uns zum Kauf angeboten“, sagte Ostwald, der nach genauem Hinsehen den kulturellen Wert des Gemäldes erkannte. Es musste jedoch restauriert werden. „Das Bild war etwas verdreckt und wies einige Fehlstellen auf“, sagte Oswald. Außerdem wurde der marode Rahmen ausgetauscht. Auf der Suche nach einer neuen Heimat habe er das Gemälde kurzerhand im Malenter Rathaus zur Ansicht abgegeben, sagte Ostwald lachend. Bürgermeisterin Tanja Rönck (parteilos) war zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus. „Ich war überrascht von dem Angebot dieser großzügigen Schenkung“, schilderte sie die Situation.

Ein geeigneter Ort, das Landschaftsbild aufzuhängen, war mit dem Trauzimmer in der historischen Thomsen-Kate schnell gefunden. Die typische malerische Herbstszene, die auch heute noch viele Spaziergänger bei einer Wanderung rund um den Ukleisee erleben können, ist jetzt ein wahrer Blickfang in dem Raum. Und es könnten bald noch mehr werden, kündigte Ostwald spontan an. Denn das Zimmer sei wunderbar geeignet, um die kulturhistorische Geschichte der Holsteinischen Schweiz in Bildern darzustellen. „Ich denke an ein oder zwei weitere Gemälde und ein paar kleine Lithografien und Kupferstiche aus dem 18. und 19. Jahrhundert“, sagte Ostwald. So sei die zweite Auflage des idyllischen Gedichts „Luise“ von Johann-Heinrich Voß sehr schön illustriert. Bei Tanja Rönck löste dieser Vorschlag große Begeisterung aus. „Das ist ein tolle Idee“, sagte sie und freute sich über die guten An- und Aussichten.

Dirk Schneider

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