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Ostholstein Filmcrew dreht Komödie in der Ameos-Klinik
Lokales Ostholstein Filmcrew dreht Komödie in der Ameos-Klinik
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06:50 12.02.2019
Regisseur und Hauptdarsteller Janek Rieke (r.) dreht zusammen mit einer 30-köpfigen Crew eine romantische Komödie in der Ameos-Klinik in Heiligenhafen. Quelle: Beke Zill
Heiligenhafen

Kamera? Und bitte!“ Das laute Geräusch der Regieklappe hallt durch den ansonsten stillen Flur der Ameos-Klinik Heiligenhafen. In dem zur Filmkulisse umfunktionierten Haus 19 der Klinik schaut Regisseur und Schauspieler Janek Rieke konzentriert auf den kleinen Kontroll-Bildschirm, während die Kamera auf die Szene mit Freya Trampert als Physiotherapeutin Frau Milewski und Maximilian Giermann als Herrn Jansen hält. „Noch einmal“, sagt der Hamburger nach der Szene und bespricht sich mit Freya Trampert. Dann geht es von vorne los. Nach der Wiederholung folgen weitere Drehs, bis der 47-jährige Hamburger mit der Sequenz zufrieden ist. „Jetzt drehen wir die nächste Szene“, erklärt er und das Team wechselt in einen anderen Korridor des Krankenhauses. Der besondere Drehort an der Ostsee ist der letzte von vielen entlang der Ostholsteiner Küste, an denen die 30-köpfige Filmcrew eine romantische Komödie dreht. Am Dienstag endet die 25-tägige Tour durch den Norden.

Geburt in der Ameos-Klinik

Erstes Set des Filmes mit dem Arbeitstitel „Friesen am Limit“ war vor knapp einem Monat zunächst der Niendorfer Hafen, genauer die Werkstatt von Bootsbauer Ulli Schütte. In der großen Halle, in der eigentlich Bootsmasten und Jachten untergebracht waren, standen ein großer Monitor und Film-Equipment auf dem Boden. In den umfunktionierten Räumen begann die Geschichte von Olli (Janek Rieke) und seiner Freundin Anja (Julia Hartmann), die sich Kinder wünschen. „Ein armer Bootsbauer und seine Frau versuchen, eine Familie zu gründen. Es geht jedoch alles schief, was schiefgehen kann“, erklärt Rieke die Handlung. Die Frau verwandle sich aufgrund der Schwangerschaft in einen schwierigen Menschen, sagt der Regisseur, mehr will er nicht verraten. In der Heiligenhafener Ameos-Klinik spitzt sich die Story von Olli und Anja zu – die Geburt des gemeinsamen Kindes steht an.

Setaufnahmeleiter Lasse Callsen (l.) dreht zusammen mit Schauspielerin Freya Trampert (MItte) sowie einer 30-köpfigen Crew eine romantische Komödie in der Ameos-Klinik in Heiligenhafen. Quelle: Beke Zill

Auf Janek Rieke kommt dabei eine besondere Rolle zu. Seine doppeltes Engagement als Regisseur und Hauptdarsteller ist sowohl für ihn, als auch für das Team nicht einfach. Nachdem er vor der Kamera stand, schaut er sich jede Szene noch einmal in der Wiederholung an, um sich besser zu beurteilen. Jede Szene sei ein Tanz, ein Konflikt. Man müsse es deshalb lieben.

Vertrauen und gegenseitige Unterstützung sind wichtig

Angewiesen ist er dabei auch auf die Hilfe seiner Kollegen. „Man muss sich mit den anderen Schauspielern verstehen und ihnen vertrauen“, erklärt Rieke. Man helfe sich gegenseitig, „alle machen das ganz toll“, schwärmt er von seinem Team mit etwa 20 Darstellern und zehn Mitarbeitern am Set.

Über die Drehorte Niendorf, Timmendorfer Strand, Hamburg und Lübeck ging es für die Crew vergangene Woche nach Heiligenhafen. Das Haus 19 – eigentlich Zentrum der Physiotherapie – ist in Beschlag des Filmteams. „Dienstag ist letzter Drehtag“, erklärt Setaufnahmeleiter Lasse Callsen. Ein paar Einstellungen fehlen noch, dann ist die Zeit auch in der Ameos-Klinik beendet.

Komödie soll 2020 in den Kinos laufen

Die Crew hofft, dass der Film gut ankommt. „Wir gehen davon aus, dass er nächstes Jahr in die Kinos kommt“, sagt Produzent Bernd Hoefflin von der Produktionsfirma „Element E GmbH“ aus Hamburg. Gefördert wird die Produktion nicht, kein Sender ist involviert. Die „Low-Budget-Produktion im unteren einstelligen Millionenbereich“ lebt vom Einsatz des Filmteams. Viele Schauspieler bekämen nur einen Bruchteil ihrer sonst üblichen Gage, erklärt Hoefflin. Damit der Film an Wert steigt und die Mitarbeiter noch angemessen belohnt werden, hofft Hoefflin auf gute Resonanz in der Filmbranche. „Es ist wichtig, dass der Film ein Erfolg wird“, betont Hoefflin. Die Kulissen in Heiligenhafen könnten dazu beitragen.

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Beke Zill

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