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Ostholstein Finanzierung steht: Schönwalde baut neues Feuerwehrhaus
Lokales Ostholstein Finanzierung steht: Schönwalde baut neues Feuerwehrhaus
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20:24 08.12.2015
So könnte der Neubau aussehen. Der Entwurf stammt vom Neustädter Architekturbüro Hoffmann. Grafik: hfr

Vier Hallen und Platz für bis zu 50 Kameraden soll das neue Gerätehaus der Schönwalder Feuerwehr bieten. Der Entwurf des Neustädter Architekten Harm Hoffmann sieht ein Multifunktionsgebäude vor. Aufenthaltsräume, Sanitäranlagen, Küche, Werkstatt sowie Lagerräume soll es geben.Die Kosten belaufen sich auf 974000 Euro. Für den 2577 Einwohner-Ort ist das eine enorme Summe, die eigentlich nicht zu stemmen ist. Dank eines Darlehens aus dem kommunalen Investitionsfonds des Landes Schleswig-Holstein kann das Projekt dennoch realisiert werden. Gestern überreichte Tilo von Riegen, Leiter der Kommunalabteilung des Innenministeriums, den entsprechenden Bescheid. Dadurch rückt die bauliche Umsetzung des Vorhabens näher.

Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU) betonte, dass die Summe der „sehr klammen Kommune“ entscheidend helfe, die Feuerwehrleute bei der Stange zu halten. Zudem erzählte der Christdemokrat, der selbst 40 Jahre aktiver Feuerwehrmann war, dass sich das alte Gerätehaus in einem schlechten Zustand befinde. „Das jetzige Haus entspricht nicht mehr den Anforderungen. Die Fahrzeuge passen kaum rein, die Sanitäranlagen sind nicht mehr zeitgemäß. Deshalb haben wir uns für einen Neubau entschieden.“ Und dieser falle bewusst etwas größer aus, als derzeit notwendig wäre. „Wir wollen nicht in zehn Jahren feststellen, dass es zu klein ist“, so Plötner.

Amtsvorsteher Peter Zink und zugleich Bürgermeister von Altenkrempe geht davon aus, dass der Neubau erst der Anfang ist. „Wir werden wohl auch in den anderen Gemeinden des Amtes bauen müssen. Die Finanzierung fällt nicht immer leicht. Es ist eine Zwangsaufgabe, die wir gerne wahrnehmen“, verdeutlichte er. Schließlich seien die Kameraden für die Gemeinden sehr wertvoll. Gerade erst sei ein Feuerwehrmann in Marne bei einem Einsatz gestorben. „Bei diesem tödlichen Zwischenfall erkennt man, was die Feuerwehrleute machen — sie setzen für uns ihr Leben aufs Spiel. Deshalb wünsche ich mir auch mehr Anerkennung für das, was sie ehrenamtlich leisten“, so Zink weiter.

In Schönwalde haben die Vorbereitungen bereits begonnen. Ende März entschieden die Gemeindevertreter zunächst, den Neubau zu realisieren. Zu dem Vorhaben gehört es, dass Bauhof und Feuerwehr ihre Standorte tauschen. Als erster Schritt wurde in den vergangenen Woche das Gebäude des Bauhofs abgerissen. Zudem könnten noch einige Bäume in Richtung Straße verschwinden, da es ausreichend Parkplätze für die Rettungskräfte geben soll. Mitte Januar sollen dann die eigentlichen Arbeiten am Gerätehaus beginnen. Wobei der Aufbau der Hallen äußerst schnell gehen dürfte, da es sich um Fertigbauweise handelt. Je nach Wetter soll das gesamte Objekt Ende kommenden Jahres fertiggestellt werden.

Dann würde die Feuerwehr im 126. Jahr ihres Bestehens umziehen und das alte Haus — erbaut 1978 — Geschichte sein.

20 Jahre Zeit, das Geld zurückzuzahlen
1,25 Prozent beträgt der Zinssatz, den das Land der Gemeinde Schönwalde gewährt.
20 Jahre Zeit hat die Gemeinde, das Geld aus dem kommunalen Investitionsfonds zurückzuzahlen.
4 Hallen soll das neue Gerätehaus haben. Aktuell gibt es lediglich zwei, wobei die Tore winzig sind und Fahrzeuge kaum hindurch passen.

Sebastian Rosenkötter

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