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Ostholstein Finja Petersen bloggt sich durch den Norden
Lokales Ostholstein Finja Petersen bloggt sich durch den Norden
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23:40 10.01.2017
Finja Petersen ist von der Schönheit ihrer Heimat ganz begeistert. Die Kamera hat sie fast immer dabei, so auch hier am Neustädter Hafen. Quelle: Sebastian Rosenkötter
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Neustadt

Landschaftsaufnahmen, seltene Tiere, kulinarische Geheimtipps oder Aufnahmen von einer Wanderung entlang des Bungsbergs. Immer dabei hat sie ihre Kamera.

Finja Petersen zeigt im Internet die schönsten Seiten Norddeutschlands.

Die gelernte Hotelfachfrau, die beruflich Ferienwohnungen vermietet und privat orientalisch tanzt, wird somit zur „Ausflugserzählerin“. „Ich möchte mitteilen und zeigen, dass es all diese schönen Dinge bei uns gibt. Man tendiert ja oft zu Stränden und Booten. Aber ich finde auch das Binnenland mit seinen vielen Gutshöfen toll. Und ich möchte die Leute mit auf die Reise nehmen“, erläutert Finja Petersen. Die 34-Jährige ist überzeugt von der Schönheit Ostholsteins. „Man muss die Augen nur aufmachen, dann erlebt man auch viel“, sagt sie.

Zu ihren Bildern gehören auch eine Google-Karte und kleine Texte. Schließlich könne man nicht jedes „Kleckerdorf“ kennen. Ihren Schreibstil bezeichnet die junge Frau als „Frei Schnauze“. „Ich habe keine Ausbildung in dem Bereich. Es ist meine Sprache. Ich liebe Adjektive und kann Emotionen in meine Texte reinhauen.“ Finja Petersen betont, dass sie immer versuche, dass Positive zu sehen. „Es ist kein Krawall-Blog.“

Viele ihrer Motive hat sie während unzähliger Fahrradtouren mit ihrem Vater entdeckt, andere beim Spaziergang mit dem Hund. „Wenn man plötzlich Alpakas sieht und die gucken einen mit ihrer flotten Frisur an, das ist toll“, schwärmt Finja Petersen. Ein anderes Mal seien ihr drei Rehe begegnet, eines sei weiß gewesen. „Wenn ich nur entnervt durch die Gegend stapfe, nehme ich all das vielleicht gar nicht wahr“, glaubt sie. Deshalb empfiehlt sie, bewusster zu schauen, Dinge zu entdecken und nicht immer nur bekannte Orte anzusteuern. „Es gibt zum Beispiel ein bekanntes Fischrestaurant, da gehen alle hin. Aber vielleicht schmeckt es bei ,Tante Gerda’ zwei Türen weiter viel besser“, so Finja Petersen.

Dass ihr Blog „Nordziele“ heißt, verwundert nicht. Der Norden hat es der Neustädterin angetan. Er ist ihre Heimat. „Der Name war naheliegend. Ich wollte ein deutsches Wort. Ich schreibe auf Deutsch und bin hier unterwegs“, erklärt sie. Spannend sei, welche Menschen ihre Einträge lesen würden, insbesondere dann, wenn Fremde die Seite ansteuern. Um möglichst häufig neuen Stoff zu liefern, hat sich Petersen vorgenommen, pro Monat mindestens zwei Beiträge zu verfassen. Und zum 100. Blog-Eintrag soll es eine besondere Aktion geben. „Meine aktuelle Idee ist, dass wir eine Buddelparty machen. Wobei, ich würde gerne mit anderen Menschen auf ein Boot gehen und Flaschenpost in die Ostsee werfen. Aber wer weiß, vielleicht wird es etwas ganz anderes“, sagt Petersen.

Wer mehr erfahren möchte, sollte ihre Seite www.nordziele.de ansteuern.

Weitere Blogs aus Norddeutschland

Neben „Nordziele“ gibt es noch andere Blogs, wobei zu beachten ist, dass sich zum Teil auch touristische Betriebe oder andere Unternehmen hinter den Seiten verbergen. Hier eine kleine Auswahl:

Auf www.foerdefraeulein.de erzählen Autoren des Verlags Falkemedia aus Kiel und Schleswig-Holstein.

Merle Primke, ebenfalls aus Kiel, beschäftigte sich auf www.kuestenmerle.de vor allem mit ihrer Heimatstadt im hohen Norden.

Hinter „weites.land“ steckt ein Online-Magazin, welches sich mit diversen Themenbereichen wie unter anderem Stadt, Land, Fluss und Tier beschäftigt.

 Sebastian Rosenkötter

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