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Ostholstein Fischer in Not: Seenotretter und Feuerwehr eilten zu Hilfe
Lokales Ostholstein Fischer in Not: Seenotretter und Feuerwehr eilten zu Hilfe
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20:10 11.05.2018
Mit abgeschalteter Maschine und ausgebrachtem Fanggeschirr trieb der Havarist manövrierunfähig etwa fünf Seemeilen (gut neun Kilometer) südöstlich von Grömitz, vorne die „Emmi“ der DGzRS. Quelle: Fotos: Dgzrs, Feuerwehr Grömitz
Grömitz

Den Vatertag hatten sie sich anders vorgestellt. Doch um 10.20 Uhr gab es am Himmelfahrtstag Großalarm für die Grömitzer Feuerwehr-Kameraden. Ein halbes Dutzend Feuerwehr-Fahrzeuge sowie ein Einsatzwagen der Polizei rasten durch den Ort in den Grömitzer Yachthafen. Kurz zuvor hatte die Besatzung des 15 Meter langen Kutters „Manuela Hauswald“ (Heimathafen Niendorf/Ostsee) über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 bei den Seenotrettern Alarm gegeben. Die beiden Fischer meldeten Rauch im Maschinenraum. Sie leiteten Kohlendioxid (CO2) ein und sperrten den Maschinenraum luftdicht zu. Auf diese Weise konnte ein mögliches Feuer erstickt werden.

Das lange Himmelfahrt- Wochenende hat für die Grömitzer Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einsatzreich begonnen. Am Donnerstag eilte die Crew um Vormann Stephan Prahl einem Fischkutter aus Niendorf/Ostsee in der Lübecker Bucht zu Hilfe.

Der in Grömitz stationierte Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ nahm mit zusätzlichen Feuerwehrleuten an Bord Kurs auf den Havaristen. „Feuer an Bord gehört zu den größten Gefahren auf See“, sagt Vormann Stephan Prahl. Doch die oft trainierte Zusammenarbeit mit der Wehr zahlte sich nun aus.

Mit abgeschalteter Maschine und ausgebrachtem Fanggeschirr trieb die „Manuela Hauswald“ manövrierunfähig etwa fünf Seemeilen (gut neun Kilometer) südöstlich von Grömitz. Mit ihrem Tochterboot „Emmi“

brachten die Seenotretter zwei Feuerwehrleute auf den Havaristen. Ausgerüstet mit Atemschutz, Gasmessgerät, Belüftungsgerät und Wärmebildkamera stellten sie vor Ort aber keine Gefahr mehr durch Rauchgase fest. Der Kutter konnte seine Reise aus eigener Kraft fortsetzen.

Der weitere Verlauf des Himmelfahrtstages verlief für die Feuerwehren im Norden Ostholsteins dann weitgehend ruhig. Trotz des heftigen Gewitters gab es laut Feuerwehr-Pressesprecher Hartmut Junge kaum Einsätze. Lediglich auf Fehmarn mussten die Kameraden zwei Mal raus, um vollgelaufene Keller zu lenzen. Nach kurzen, aber starken Regenfällen war die Feuerwehr Burg zwischen 18 und 19 Uhr zu zwei Lenz-Einsätzen in den Wiesenweg und den Sommerweg gerufen worden. Regenwasser war dort in die Keller gelaufen.

Von Louis Gäbler

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