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Ostholstein Fischverkauf vom Kutter wird verbessert
Lokales Ostholstein Fischverkauf vom Kutter wird verbessert
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22:03 30.11.2016
Die Kaianlage, wie sie heute aussieht: Wer vorne parallel zur Straße liegt, hat bessere Verkaufschancen. FOTOS: KIRCHNER

Neuer Hoffnungsschimmer für die Burgstaakener Fischer: Nachdem ihnen im kommenden Jahr durch die EU etwa 56 Prozent ihrer Dorsch-Fangquoten gestrichen werden, wie der Geschäftsführer der Fischergenossenschaft Fehmarn, Benjamin Schmöde, im Stadtwerke- und Hafenausschuss noch einmal erwähnte, sollen jetzt im Hafen Burgstaaken die Möglichkeiten für die Vermarktung des Fischfangs direkt von Bord der Kutter aus erheblich verbessert werden. Die östliche Seite der Kaianlagen zwischen Restaurant „Lotsenhaus“ und U-Boot-Museum soll völlig neu gestaltet werden.

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Hafen Burgstaaken erhält am östlichen Kai neue Anlage zum Festmachen der Boote.

Fehmarns Bauamtsleiter Marcel Quatteck bezeichnete die Maßnahme, die sich zurzeit in Vorplanung im Ingenieurbüro Wald & Kunath in Stockelsdorf befindet, als deutliche Aufwertung für den Standort Burgstaaken, besonders auch in touristischer Hinsicht. Verglichen mit anderen Fischereihäfen an der Ostsee schneide Burgstaaken nämlich schlecht ab, erklärte Quatteck. Bürgerliches Ausschussmitglied Gunnar Gerth-Hansen, selbst Fischer, sprach die Hoffnung aus, dass sich dadurch die Situation der Fischer verbessern und sich auch wieder Nachwuchs für den Beruf finden werde. „Ganz bestimmt sichert das die Zukunft der Fischer“, bekräftigte Geschäftsführer Benjamin Schmöde.

Vorgesehen ist, zwischen den vorhandenen, langen Senkrechtstegen kürzere Zwischenstege zu bauen (siehe Abbildung), sodass quasi für jeden Kutter eine kleine Haltebucht zum Festmachen im rechten Winkel zum tiefergelegten Anlandekai, der parallel zur Straße verläuft, entsteht. Dadurch soll eine gleichberechtigte Erreichbarkeit für jeden Kutter gewährleistet sein. Für die Nebenerwerbsfischer mit ihren kleineren Booten entsteht zwischen den beiden südlichen Stegen C und E eine gesonderte Festmach- und Verkaufsmöglichkeit.

Zusätzlich zum attraktiveren Fischverkauf sollen aber auch Verweilzonen für die Gäste in der Nähe der Liegeplätze entstehen, es gibt für die Kutter eine einheitliche Strom- und Wasserversorgung, Sitzelemente und Informationstafeln über Fisch und Fang für die Hafenbesucher. Der Stadtwerke- und Hafenausschuss erklärte sich einstimmig einverstanden mit dieser Maßnahme, die etwa 1,68 Millionen Euro kosten, voraussichtlich aber mit bis zu 75 Prozent gefördert wird.

Untersucht werden soll auch, so berichtete Sachbearbeiter Sven Tjarks, ob weiter östlich im Binnensee, wo heute verschiedene Boote an Pfählen im Seichtwasserbereich festgemacht sind, ein Steg gebaut werden könne, unter anderem für ein „Wasser-Taxi“ nach Burgtiefe (LN berichteten aus dem Tourismusausschuss). Für einen privat genutzten Steg bestünden wegen der unmittelbaren Nähe des Hafens wohl schlechte Genehmigungsaussichten, so Tjarks, ein gewerblicher Betreiber könne jedoch einen Bau beantragen. Gedacht sei ein Steg mit nicht mehr als zwanzig Liegeplätzen.

 Michael Kirchner

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