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Ostholstein Fit für die Zukunft: Wangels sammelt Ideen
Lokales Ostholstein Fit für die Zukunft: Wangels sammelt Ideen
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20:31 22.09.2016
Das Team vom Institut Raum & Energie um Geschäftsführerin Katrin Fahrenkrug erörterte mit den Wangelsern die Zukunft der Gemeinde.

Wie wird Wangels fit für die Zukunft? Knapp 50 Einwohner haben Mittwochabend in einem öffentlichen Workshop Ideen diskutiert, um die Gemeinde „wieder ein bisschen mehr in Fahrt zu bringen“, wie es Bürgermeister Eckhard Klodt (BGW) formulierte. „Wir sind eine Wohlfühlgemeinde“, betonte er, „und das wollen wir auch bleiben.“ Darum wurden nun Vorschläge gesammelt, wie Wangels für seine Einwohner – und die, die es noch werden wollen – attraktiver werden kann.

„Wangels ist eine Wohlfühlgemeinde.Wir möchten, dass das auch in Zukunft so bleibt.“Bürgermeister Eckhard Klodt (BGW)

Die Voraussetzungen dafür seien schon einmal gut, stellte Katrin Fahrenkrug fest. Die Geschäftsführerin des Instituts Raum & Energie mit Sitz in Wedel und ihr Team unterstützen die Gemeinde bei der Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes. Wangels habe viele Stärken, die das Leben in der Gemeinde angenehm machten. Zum Beispiel gebe es ein aktives Vereinsleben und eine intakte Infrastruktur samt Ärzten, Grundschule, Kita sowie Einkaufsmöglichkeiten, fasste sie die von den Anwesenden genannten Pluspunkte zusammen. Außerdem habe sich der Ort als Urlaubsziel etabliert und biete Einheimischen wie Touristen Erholung, Ruhe und Natur. „Wangels ist eigentlich schon ziemlich gut aufgestellt“, so das Urteil von Instituts- Geschäftsführerin Fahrenkrug.

In der weiteren Diskussion kristallisierte sich allerdings schnell heraus: Zwar gebe es in der Gemeinde viele gute Angebote – es mangele allerdings an Informationen dazu. Gerade für Zugezogene sei es zum Teil schwierig, einen Überblick über die Aktivitäten innerhalb der Gemeinde zu bekommen und sich ins Dorfleben einzubringen. „Wir müssen Neubürger besser integrieren“, forderten so auch gleich mehrere Einwohner eine stärkere „Willkommenskultur“ – und meinten damit in diesem Fall nicht nur die Hilfe für Asylbewerber, die den Begriff in der Vergangenheit geprägt hat.

Insgesamt wurden drei Themenschwerpunkte herausgearbeitet, mit denen sich die Gemeinde in Zukunft befassen will: Familienfreundlichkeit, Wohnraum und Angebote für Senioren. Deutlich wurde dabei, dass die Einwohner sich auch Veranstaltungen für eine breiter gefasste Zielgruppe wünschen. So wurde zum Beispiel ein Gemeindefest ins Gespräch gebracht, das an wechselnden Orten ausgerichtet werden könnte. Auch generationenübergreifende Projekte und Aktivitäten wurden angesprochen, darunter Mehr-Generationen-Wohnen, aber auch einfache Treffpunkte für Jung und Alt. Einig waren sich die Anwesenden, dass die Ehrenamtler für die Gemeinde eine entscheidende Rolle spielen. Auch hier soll nach Wegen gesucht werden, mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu motivieren.

Alle Anregungen sollen nun zunächst von Katrin Fahrenkrug und ihren Kollegen noch einmal schriftlich zusammengefasst und als „Handlungsempfehlungen“ an die Gemeindevertretung übergeben werden. Es werde nicht sofort alles umgesetzt werden können, gab sich Bürgermeister Klodt realistisch. Er wertete den Abend dennoch schon jetzt als Erfolg: „Ich bin begeistert, dass sich so viele Menschen Gedanken über die Zukunft unserer Gemeinde gemacht und uns Anregungen mit auf den Weg gegeben haben.“

Jennifer Binder

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