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Ostholstein Fitter als die Polizei erlaubt: Sportliche Beamte ausgezeichnet
Lokales Ostholstein Fitter als die Polizei erlaubt: Sportliche Beamte ausgezeichnet
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22:14 14.04.2016
Innenminister Stefan Studt (r. ) und Jürgen Funk, der Leiter der PD AFB, ehrten die Beamten Franziska Nicklas, Christin Adler, Betsy Klar und Gerd Pomorin (v. l.) von der Hubertushöhe. Quelle: Peyronnet

Nicht nur im Fernsehkrimi, auch im normalen Leben müssen Polizisten manchmal hinter bösen Buben herlaufen. Und auch wenn das eher die Ausnahme ist, so sollte ein Polizeibeamter doch über eine gewisse Kondition verfügen. Die Frauen und Männer, die gestern im Jagdschlösschen am Ukleisee in Eutin zusammenkamen, sind weit besser trainiert als viele ihrer Kollegen. Sie wurden vom Kieler Innen- und Sportminister Stefan Studt (SPD) für ihre besonderen sportlichen Leistungen ausgezeichnet.

Dabei haben die Beamten ihre Meisterschaften nicht im Biotop von Polizei-Wettbewerben errungen, sondern im realen Sportleben. Etwa Polizeiobermeisteranwärterin Betsy Klahr von der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PD AFB) auf der Eutiner Hubertushöhe, die in ihrer Altersklasse Deutsche Meisterin im Jahn-Mehrkampf (Bodenturnen, Barren, Sprint, Kugelstoß, Schwimmen und Kunstspringen) wurde. Oder das Polizisten-Ehepaar Jana und Thomas Hämmer von der Direktion Bad Segeberg, das in seiner Altersklasse in der Mix-Schwimmstaffeln neue deutsche Rekorde aufstellte.

Erfolge, die nach den Worten von Studt nur durch sehr hohes privates Engagement zu erreichen seien. Denn: „Wo ist noch Zeit und Lust für angemessenen Dienstsport?“ Mit ihren durch diesen außerdienstliche Einsatz erreichten Erfolgen seien die ausgezeichneten Beamten nicht nur Vorbilder im Kollegenkreis, sondern repräsentierten den Berufsstand des Polizisten auch in der Bevölkerung, so der Minister.

Darauf, dass vier Stunden Dienstsport pro Monat nicht ausreichten, um genug Fitness für den Beruf zu erwerben, verwies auch die Leiter der PD AFB, Jürgen Funk. Zumal die Beteiligung aufgrund der hohen Belastung der Beamten durch Einsätze nicht so hoch sei, wie sie sein sollte. Weiter verwies Funk darauf, dass mit einem neuen Sporterlass ein anderer Weg beschritten werde, hin zu mehr Eigenverantwortung, obwohl der Dienstsport erhalten bleibe. Ein Plädoyer für den Dienstsport gab auch Studt ab, obwohl der Landesrechnungshof eher dazu tendiere, ihn ganz wegzulassen. Abgesehen davon, dass eine gute Fitness für den Dienst notwendig sei, gelte: „Wir brauchen vor allem die Freude am Sport.“

Die geehrten Sportler

PD AFB Eutin (Polizeidirektion für die Aus- und Fortbildung und die Bereitschaftspolizei): Polizeiobermeisteranwärterin Betsy Klar (Jahn-Sechskampf), Polizeiobermeisterin Christin Adler (Crosslauf), Polizeiobermeisterin Franziska Nicklas (Crosslauf), Polizeioberkommissar Gerd Pomorin (über Jahrzehnte Betreuer und Co-Trainer der Landesauswahl Fußball der Frauen und Männer und Fachwart für Gesundheits- und Präventionssport der Landespolizei).

Polizeidirektion (PD) Bad Segeberg: Polizeihauptkommissar Manfred Winkler und sein Bruder, Polizeioberkommissar Roland Winkler (Rettungsschwimmen), Polizeikommissarin Jana Hämmer und ihr Ehemann, Polizeioberkommissar Thomas Hämmer (Schwimmen).

PD Ratzeburg: Polizeiobermeister Markus Lindner (10000-Meter-Lauf).

PD Kiel: Jana Reuter (Schwimm-Fünfkampf), Polizeioberkommissar Matthias Faber (Schwimm-Fünfkampf).

Landespolizeiamt: Polizeihauptkommissarin Bianca Westphalen (Beachvolleyball).

Fachhochschule Altenholz: Franka Röder (Crosslauf).

Von Susanne Peyronnet

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