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Ostholstein Fleißiger Umweltrat Fehmarn: Schulwald, Fairtrade, Radfahren
Lokales Ostholstein Fleißiger Umweltrat Fehmarn: Schulwald, Fairtrade, Radfahren
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21:27 08.11.2017
Im jahrelang verwaisten Burger Schulwald ist wieder Leben eingekehrt. Beate Burow (l.) leitet die AG. Quelle: Fotos: Gjs
Burg a. F

Wer die Arbeit des Umweltrates Fehmarn regelmäßig verfolgt, kennt ihre sprudelnde Ideenkiste. Im Hauptausschuss Fehmarn war es Dienstagabend ein Novum: Beate Burow von der Geschäftsstelle stellte die aktuellen Projekte vor. Und holte sich damit auch ein Stück Rückenstärkung durch die Kommunalpolitiker. Denn vielen ist noch in unguter Erinnerung, dass die Umweltrats-Arbeit in früheren Jahren immer wieder für zähe Grundsatz-Debatten sorgte.

Der Umweltrat Fehmarn setzt mit zahlreichen Initiativen starke Akzente. Aktuelle Erfolge gibt es im Burger Schulwald sowie beim Ziel, als „Fairtrade-Insel“ anerkannt zu werden. Aber auch die Projekte mit den dänischen Nachbarn am Fehmarnbelt kommen weiter voran.

Gerade in jüngster Zeit gab es aber überraschende Erfolge. Beispiel eins: Die Insel Fehmarn will „Fairtrade-Town“ werden. Erst im September hat der Umweltrat diese Initiative von Peter Mester aufgegriffen und mehrheitlich zugestimmt, zwei Tage später die Stadtvertretung (die LN berichteten).

Es geht schneller als erwartet voran. Im Hauptausschuss gibt es bereits Kaffee, Kekse oder Schokolade mit Fairtrade-Siegel. Hilfreich ist, dass Margit Maaß (CDU) Vorsitzende beider Gremien ist.

Mester baut derzeit Kontakte zu Gastronomie und Einzelhandelsgeschäften sowie zur Inselschule auf. Ziel sei unter anderem, so Burow, zur nächsten Saison einen Fairtrade- Einkaufsführer zu erstellen.

Zweites Beispiel: Der reaktivierte Burger Schulwald wurde im Sommer nach seinem Gründer Günter Andersen benannt. Die lange brachliegende Fläche wird von einer Arbeitsgruppe neu gestaltet. Als neuen Erfolg meldete Burow, dass die Montessori-Schule Fehmarn den Schulwald künftig regelmäßig im Unterricht nutzen will. Bislang war dort von Zeit zu Zeit nur die Grundschule Burg aktiv.

Beispiel drei: 17 Teilnehmer machen mittlerweile bei den „Fahrradfreunden Fehmarn“ mit. Sie entwickeln Angebote unter anderem für Urlauber, die mit dem Fahrrad die Insel erkunden wollen.

Viertens: Innerhalb des deutsch-dänischen Interreg-Projektes REACT (= Resort for active coastal tourism) reift die Vision, die westliche Ostsee zu Nordeuropas bestem Ferienziel für den modernen aktiven Küstenurlaub zu entwickeln. Aktuell soll eine Kunst-Radroute zu den Ateliers erstellt werden, ebenso ein Angelführer und ein Surfflyer . Gestern Morgen reiste Burow mit einer Fehmarn-Delegation zu einem Radworkshop nach Lolland.

Fünftens: Geplant ist – auf der Grundlage einer Studenten-Arbeit – die Verbesserung der Rad-Infrastruktur. Politisch noch offen bleibt, ob sich Fehmarn als Radreiseregion zertifizieren lassen soll.

Sechstens: Der Umweltrat engagiert sich stark bei der Entwicklung eines Kite- und Surfkonzeptes für die Insel. Unter anderem macht er beim geplanten Leitsystem „Die gelbe Planke“ mit.

Weitere Infos zum Umweltrat: gibt’s auf www.stadtfehmarn.de

Von Gerd-J. Schwennsen

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