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Ostholstein Flüchtlinge: Integration kommt voran
Lokales Ostholstein Flüchtlinge: Integration kommt voran
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22:12 15.08.2017
Sprachen in Pansdorf über die Flüchtlingssituation: Dr. Konstantin von Notz (l.),Luise Amtsberg und Jakob Brunken. Quelle: Foto: Düvell-Veen
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Pansdorf/Ratekau

Wie bewältigt die Gemeinde Ratekau die Integration von Flüchtlingen? Wie und wo leben die Menschen, die vor Kriegen fliehen und ihre Heimat verlassen mussten? Die Politiker von Bündnis 90/Die Grünen hatten viele Fragen. Im Jugendtreff Pansdorf bekamen sie Antworten.

Einige Geflüchtete, aber auch ehrenamtlich Tätige und Patrick Bohle, in der Gemeindeverwaltung unter anderem für die Betreuung von Asylbewerbern zuständig, sowie die Ratekauer Gemeindevertreterin und Grünen-Kreisvorsitzende Gaby Braune gaben Auskunft. Interessierte Zuhörer waren die beiden Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg und Dr. Konstantin von Notz sowie Ostholsteins Grünen- Direktkandidat Jakob Brunken, der Europa-Abgeordnete Reinhard Bütikofer und die Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen.

Es gebe in der Kommune kaum Probleme mit der Integration von Flüchtlingen, berichtete Bohle. Dies liege sicherlich vor allem daran, dass die Menschen dezentral in Wohnungen und nicht in Heimen untergebracht seien. Inzwischen sei es auch gelungen, allen Drei- bis Sechsjährigen einen Kindergartenplatz zu geben.

Kritik übte Bohle an zu viel Bürokratie. In manchen Fällen schafften es die Behörden nicht, „einfach den notwendigen Stempel auf das Papier zu setzen“. Dadurch habe schon mal ein einwöchiger Praktikumsplatz nicht angenommen werden können, oder Familien hätten wochenlang auf das ihnen zustehende Geld warten müssen. „Da muss man mal nachfragen und den direkten Draht zu den Ämtern suchen“, waren sich die Politiker einig.

„Manchmal sehe ich mich nur als Verwaltungskraft, die irgendwelche Briefe schreibt“, sagte Bohle. Dabei müsse doch das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ gelten. Flüchtlingen sollten selbst aktiv werden und sich auch alleine um Praktika oder Ausbildungsplätze kümmern können.

Einblicke bekamen die Politiker auch in das Seelenleben einiger Flüchtlinge. Sie erfuhren, wie fast unmöglich es ist, die Familien nachzuholen und wie hoffnungslos manchen eine Rückkehr in ihr Heimatland erscheint.

Mehr Nachrichten aus der Gemeinde Ratekau finden Sie im Internet unter www.ln-online.de/ratekau

Christina Düvell-Veen

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