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Ostholstein Flüchtlinge sind in Scharbeutz gut aufgehoben
Lokales Ostholstein Flüchtlinge sind in Scharbeutz gut aufgehoben
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21:18 09.09.2016
Auch Migrationsmanager Uwe Wille (stehend) berichtete über die Situation der Flüchtlinge in Scharbeutz. Quelle: Christina Düvell-Veen

Auf die besorgte Frage: „Hat sich die Sicherheitslage in Scharbeutz durch die Flüchtlinge verändert?“ antwortet Polizeihauptkommissar Jörg Wischnewski stets mit einem klaren und deutlichen „Nein“. Das berichtete der Leiter der Polizeistation Scharbeutz während einer Informationsveranstaltung über Flüchtlinge im Bürgerhaus. Und er veranschaulichte es mit den Worten: „Ein schöner Sommertag in den Ferien verschafft uns mit den Nordrhein-Westfalen, Hamburgern und Berlinern mehr Arbeit, als wir sie in den zurückliegenden Jahren mit den Flüchtlingen hatten.“

Wie alle anderen Kommunen im Kreis habe sich auch Scharbeutz „mächtig ins Zeug gelegt“, um die Menschen, die ihnen zugewiesen wurden, zu betreuen, erläuterte Uwe Wille, Migrationsmanager des Kreises Ostholstein. Gerade das, was Ehrenamtler leisten, sei enorm. Nicht nur zum Erlernen der deutschen Sprache sei es wichtig, sich um Flüchtlinge und Asylbewerber zu kümmern. „Integration beginnt gleich am ersten Tag ihrer Ankunft und nicht erst mit dem Abschluss ihres Asylverfahrens“ sagte Wille. Dabei sei die Begegnung ein Schlüssel der Integration. „Wir müssen für Flüchtlinge nicht alles neu machen. Wir müssen sie nur ins bereits Bestehende mitnehmen“, formulierte er. Außerdem kündigte Wille an, der Kreis werde demnächst zur Betreuung der Ehrenamtler in der Flüchtlingsarbeit eineinhalb Personal-Stellen beantragen.

Selten zuvor habe er es mit so einmütigen Beschlüssen zu tun gehabt wie in der Flüchtlingsfrage, bemerkte der Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien (parteilos). Bei diesem Thema seien sich alle Fraktionen einig. So werde die Gemeinde im Jahr 2016 insgesamt 6,5 Millionen Euro investieren. 2,3 Millionen Euro davon werden für Personal und für Mieten ausgegeben. 4,2 Millionen Euro fließen zum größten Teil in den Wohnungsbau zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Heiko Laskowski leben derzeit 155 Flüchtlinge und Asylbewerber in der Gemeinde (18 Einzelpersonen und 33 Familienverbände). 62 Prozent von ihnen seien männlich, 38 weiblich.

Das große ehrenamtliche Engagement verdeutlichte Pastorin Corinna Schlapkohl. Etwa 80 Männer und Frauen kümmern sich um die Flüchtlinge. Sie zählte auf: Patenschaften, das Café International, eine Fahrradwerkstatt, die Kleiderstube, Nähkurse und vieles andere mehr. Das Fazit der Pastorin: „Es ist uns gut gelungen, die Flüchtlinge zu integrieren.“

cd

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