Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Fördermittel: Küchengarten braucht Geld von der Stadt
Lokales Ostholstein Fördermittel: Küchengarten braucht Geld von der Stadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:14 03.07.2017
Im vergangenen April erfolgte die symbolische Übergabe: Brigitta Herrmann vom Vorstand der Stiftung Schloss Eutin erhält den Küchengarten von der Landesgartenschau-Gesellschaft, vertreten durch Bernd Rubelt, zurück. Quelle: Foto: Ben

Der Küchengarten in Eutin hat viele Freunde. Er war ein wichtiger Treffpunkt im Geschehen der Landesgartenschau 2016, und auch jetzt finden immer wieder Einheimische und Auswärtige den Weg dorthin. Die Stiftung Schloss Eutin hat das Gelände im April offiziell übernommen, mehrere Ehrenamtliche kümmern sich um Beete, Wege und Pflanzen. Außerdem finden dort zahlreiche Veranstaltungen statt. Jetzt muss entschieden werden, wie es dort finanziell weitergeht.

Nachdem das Land Schleswig-Holstein für die nächsten Jahre eine Förderung des Küchengartens in Höhe von 30000 Euro zugesagt hat, ist auch die Stadt Eutin gefordert.

Brigitta Herrmann, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schloss Eutin, wird am Dienstag, 11. Juli, während einer Sitzung des Hauptausschusses ein Konzept für den Küchengarten 2017 und 2018 sowie einen Antrag zur Finanzierung stellen.

Zunächst einmal wird sie einen Antrag vom Februar auf Zuwendung von 30000 Euro zurückziehen. „Zu diesem Zeitpunkt ist es unmöglich, den finanziellen Bedarf des Küchengartens für 2017 endgültig zu bestimmen“, begründet Brigitta Herrmann diesen Schritt. Gerade in Zeiten knapper Kassen will die Stiftung nicht der Versuchung erliegen, Geld sinnlos auszugeben, ergänzte sie auf Anfrage. Daher sei es redlicher, für 2017 zunächst eine „Anzahlung“ zu beantragen.

Die Stiftung wird für dieses und für das nächste Jahr eine Zuwendung in Höhe von jeweils 15000 Euro beantragen. Dauerhaft soll die Stadt den Küchengarten Schloss Eutin mit 20000 Euro pro Jahr unterstützen, bittet die Stiftungs-Geschäftsführerin.

Es sei bereits jetzt schon absehbar, dass es unmöglich sein werde, den Küchengarten mit einem Budget von lediglich 30000 Euro zu betreiben. Herrmann wird eine Rechnung aufmachen, in der von einem Etat für das Jahr 2018 von 50000 Euro ausgegangen wird.

„Der Küchengarten ist dabei, ein echter Treffpunkt für Gartenliebhaber, Radwanderer, Einzelreisende und Busgruppen zu werden“, sagt Brigitta Herrmann und hofft auf die Unterstützung der Politik.

Das alles sei aber nicht ohne gärtnerische Kompetenz zu bekommen. Und die ist bereits in Person einer Projektleiterin „Küchengarten“ beschäftigt. Derzeit ist die Mitarbeiterin noch im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung für die Stiftung tätig. Für das Jahr 2018 sei jedoch geplant, daraus eine halbe Stelle zu machen. Zu den Aufgaben der Mitarbeiterin werden dann nicht nur einige Pflegearbeiten, sondern auch die Koordination der Arbeit aller im Küchengarten Aktiven und die Suche nach weiteren Fördertöpfen gehören.

Brigitta Herrmann nennt am Ende ihres sechs Seiten umfassenden Antrages zehn Gründe für dessen Annahme. So gehöre der Küchengarten zu den „europaweit sehr wenigen herrschaftlichen Wirtschaftsgärten“, die in einem so guten Zustand erhalten geblieben beziehungsweise wieder erschaffen worden seien. Damit sei er einer der wesentlichen Anziehungspunkte der Stadt.

Christina Düvell-Veen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kann ein professionelles Stadtmarketing den Negativtrend in der Oldenburger Innenstadt aufhalten? Die Verwaltung regt jetzt Überlegungen in diese Richtung an. Die Stadt hat seit Längerem mit Leerständen und fehlenden Besuchern im Stadtzentrum zu kämpfen.

04.07.2017

Die Premiere des Abendessens in Weiß im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Deshalb wollen die Mitglieder des Rotary-Clubs am Freitag, 7. Juli, den Markt erneut unter dem Motto „Tafeln für die Tafel“ zugunsten der Eutiner Tafel e.V. zum Speisesaal unterm freien Himmel machen.

04.07.2017

Der Tourismus-Service ruft die Grömitzer dazu auf, sich mit Ideen an der Umgestaltung der Seebrücke zu beteiligen. Das Bauwerk habe die besten Jahre längst hinter sich, eine Sanierung ist bereits beschlossen. Marketingleiterin Janina Kononov betont, dass es keinerlei Grenzen gebe.

04.07.2017
Anzeige