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Ostholstein Förderung des Führerscheins zahlt sich aus
Lokales Ostholstein Förderung des Führerscheins zahlt sich aus
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18:18 30.12.2017
Wer in Ostholstein seinen Führerschein machen will, weil er ihn für einen neue Stelle braucht, bekommt Geld vom Jobcenter. Quelle: Foto: Hollemann/dpa
Eutin

„Seit Gründung der Jobcenter im Jahr 2011 ist die Zahl der beim Jobcenter Ostholstein gemeldeten Arbeitslosen um gut 1000 oder 25 Prozent zurückgegangen, so stark wie in keinem anderen Jobcenter in Schleswig-Holstein“, sagte der Geschäftsführer des Jobcenters Ostholstein, Karsten Marzian. Neben der guten wirtschaftlichen Konjunktur und der Demografie sei diese Entwicklung auch auf die Arbeitsmarktpolitik des Jobcenters zurückzuführen. „Einen Schwerpunkt bilden dabei unsere Mobilitätsförderungen, und das mit Erfolg.“

Analysiert wurden alle innerhalb der vergangenen zwölf Monate geförderten 160 Führerscheine und 200 Fahrzeuge. Gut zwei Drittel oder 69 Prozent aller Frauen und Männer, deren Führerschein mit finanzieller Unterstützung des Jobcenters gefördert wurde, sind direkt anschließend in Arbeit oder Ausbildung gegangen. 20 Prozent bereiten sich aktuell noch auf die Prüfungen vor und lediglich zehn Prozent haben die Vorbereitungen auf die Prüfungen abgebrochen oder endgültig nicht bestanden.

Die Integrationsquote der Fahrzeugförderungen liegt nach Angaben des Jobscenters noch etwas höher. Gut drei Viertel oder 79 Prozent der finanziell unterstützen Personen haben sofort nach Erhalt des Fahrzeuges eine Arbeit oder Ausbildung aufgenommen und sind bislang nicht wieder arbeitslos geworden. Nur zehn Prozent wurden erneut arbeitslos und lediglich elf Prozent sind weiterhin arbeitslos.

Führerschein oder Fahrzeug fördert das Jobcenter Ostholstein, wenn es vom Arbeitgeber für die neue Beschäftigung eine Einstellungszusage gibt und die Arbeits- oder Ausbildungsstelle nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Da rund die Hälfte aller Arbeitsplätze in Ostholstein in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Gastronomie und Hotellerie sowie Handel mit unregelmäßigen Arbeitszeiten sind, benötigen Arbeitnehmer in Ostholstein einen Führerschein und ein Fahrzeug. Nur so sind sie innerhalb des Kreises und über die Kreisgrenzen hinweg mobil.

Den Erwerb von Führerscheinen fördert das Jobcenter pauschal mit 1900 Euro, den Kauf eines Pkw mit bis zu 2000 Euro und eines motorisierten Zweirades mit maximal 800 Euro. Die Fahrzeuge müssen technisch einwandfrei sein und gültigen Tüv für mindestens ein Jahr haben. Das Jobcenter Ostholstein setzte 2017 insgesamt knapp zehn Millionen Euro für seine Arbeitsmarktpolitik ein, davon 300

000 Euro für den Erwerb von Führerscheinen und 400000 Euro für die Finanzierung von Fahrzeugen.

„Mit den Führerschein- und Fahrzeugförderungen helfen wir nicht nur arbeitslosen Frauen und Männern, in Arbeit oder Ausbildung zu kommen, sondern auch Arbeitgebern, neue Mitarbeiter zu gewinnen“, sagte Karl-Hermann Paulsen, Bereichsleiter Markt und Integration im Jobcenter.

LN

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