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Ostholstein Fokus auf sozialen Wohnungsbau
Lokales Ostholstein Fokus auf sozialen Wohnungsbau
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20:18 10.02.2016

296 Flüchtlinge werden bis Jahresende in Neustadt erwartet. Aktuell mangelt es an ausreichend Wohnungen. 50 Plätze fehlen. Helfen könnte das „Kieler Modell“, welches Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für gesellschaftlichen Angelegenheiten sowie des Bauausschusses Thema war. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Konzept für sozialen Wohnungsbau.

Dieses Konzept des Landes beinhaltet eine fertige Planung, die nur noch an die jeweiligen Grundstücke angepasst werden muss. „Statik, Brandschutz und Förderfähigkeit sind geprüft“, betonte Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider. Zwei Mehrfamilienhäuser sollen entstehen. Wo genau, will Batscheider noch nicht sagen, da der Erwerb von entsprechenden Grundstücken noch nicht abgeschlossen sei. Über eben diese Angelegenheit wurde ausführlich nicht-öffentlich diskutiert.

Die 28 Wohnungen sollen an die Bedürfnisse der jeweiligen Bewohner flexibel angepasst werden können. So sei es möglich, zunächst eine Familie unterzubringen und die Einheit später so umzuwandeln, dass altengerechtes Wohnen denkbar wäre. „Es handelt sich um normalen sozialen Wohnungsbau, nicht nur für Flüchtlinge. Jeder Bedürftige kann einziehen“, so die Bürgermeisterin gestern gegenüber den LN. Vielmehr gehe es darum, den Wohnungsmarkt zu entspannen. Zudem verwies sie auf eine Analyse, nach der etwa 180 bezahlbare Wohnungen in Neustadt fehlen.

Klaas Raloff, Leiter des Amtes für gesellschaftliche Angelegenheiten, bewertet die Situation ähnlich. Schon vor der Ankunft der Flüchtlinge habe es zu wenig bezahlbaren Wohnraum in Neustadt gegeben. Dies wurde auch immer wieder seitens der Politik diskutiert. 2013 kündigte die Unternehmensgruppe Semmelhaack aus Elmshorn an, im Neubaugebiet Lübscher Mühlenberg bis zu 120 Wohneinheiten für Menschen zu schaffen, die am freien Wohnungsmarkt nur schwer eine Bleibe finden. Das Vorhaben zerschlug sich jedoch. Nun könnte das „Kieler Modell“ Abhilfe schaffen.

ser

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