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Ostholstein Fotograf Dietmar Baum belebt das „Haus der Manufakturen“
Lokales Ostholstein Fotograf Dietmar Baum belebt das „Haus der Manufakturen“
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21:14 05.04.2016
Tini Papamichalis und Dietmar Baum wollen direkt am Neustädter Hafen durchstarten. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter (2), Hfr

Wo früher Dosenmilch produziert wurde, heute Sport getrieben wird, Anwälte und Architekten arbeiten und die LN ihr Büro haben, will Dietmar Baum eine neue Wirkungsstätte der Kreativität und kulturellen Begegnung schaffen. Café, Galerie und Fotostudio sollen im Neustädter „Haus der Manufakturen“ entstehen. Wo bis vergangenen Spätsommer „Korbwerk“, die älteste deutsche Strandkorbmanufaktur ansässig war, werden derzeit Wände gezogen und Leitungen verlegt. Bereits diesen Freitag soll eine erste Vernissage für ein kleines Publikum steigen. Die Eröffnung folgt im Juni, kombiniert mit einer Vernissage zugunsten der Welthungerhilfe.

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Café, Galerie und Fotostudio auf fast 500 Quadratmetern — Eröffnung im Juni — Vernissage zugunsten der Welthungerhilfe geplant.

Dienstag, 5. April: Dietmar Baum bespricht sich mit Handwerkern, checkt Handynachrichten, schwärmt von gusseisernen Waffeleisen und zeigt das Logo seines neuesten Projekts. All dies passiert innerhalb weniger Minuten. Der im Sauerland geborene Baum ist kein Klischee-Künstler im rotweintrinkenden, leicht depressiv wirkenden Sinne. Vielmehr strotzt er vor Energie, strahlt Euphorie aus und weist eben letztere Eigenschaft weit von sich. „Ich begeistere mich für die Sache, die ich im Griff habe. Ich bin Realist, kein Euphoriker und ich habe einen langen Atem“, betont er.

Eben diesen dürften er und seine Frau Tini Papamichalis (Model und Fotografin) auch benötigen. Das „Haus der Manufakturen“ befindet sich auf der Hafenwestseite. Es ist die Heimat des Gewerbehafens.

Flanierende Touristen und Einheimische sind hier selten unterwegs. Doch die Zukunftsaussichten sind gut. Ende Februar beschlossen die Stadtverordneten, dass das Gelände maritim-touristisch entwickelt werden soll.

Baum beteuert, davon nichts gewusst zu haben, als er sich vergangenen Herbst für eine Anmietung der Räume entschieden habe. „Vor anderthalb Jahren habe ich in Sierksdorf ein Haus gekauft. Es war zu klein für eine Galerie“, erklärt er. Kurz darauf habe ihm ein Makler die Fläche im ehemaligen „Glücksklee“-Gebäude empfohlen. Passend dazu wurde ein Logo für Café und Galerie, bestehend aus dem Wort „Glücks“ und einem Kleeblattsymbol, erarbeitet.

Durchdacht und hochwertig wirkt das, was Baum vorhat. Er sagt: „Wer ein Geschäft nur macht, um ein Geschäft zu machen, der ist bald enttäuscht.“ Stattdessen gehe es auch um Passion. Da verwundert es nicht, dass er eine Galeristin beschäftigen möchte, die sich um Ausstellung und Verkauf kümmert. Vielleicht werden Bilder zu sehen sein, die das Paar in dem Bildband „Art Arktis“ zeigt.

Auch soll das 150 Quadratmeter große „Küstenstudio“ Bestandteil des Vorhabens sein. Ausgestattet mit zwei Hohlkehlen sowie einer extrem hochwertigen Fotoausstattung könnten dort Models abgelichtet, Fotoshootings und Filmproduktionen stattfinden.

Zentrales Element des Komplexes soll das Café werden. Neben speziellen Heißgetränken setzt Baum auf Waffeln. „Wir lassen mit Lebensmittelentwicklern Teige herstellen. Es wird 50 Kreationen geben. Die Waffeln müssen etwas Besonderes sein, sonst kann ich eine Frittenbude aufmachen“, sagt Baum und zeigt ein Foto auf seinem Handy. Zu sehen ist eine österlich gestaltete Waffel in Kleeblattform. Sie gleicht einem Kunstwerk.

Von Sebastian Rosenkötter

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