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Ostholstein Fragebogen für alle Bürger geplant
Lokales Ostholstein Fragebogen für alle Bürger geplant
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20:10 14.10.2015
In kleinen Arbeitsgruppen wurden verschiedene Themenbereiche diskutiert. Die Versammlung war in Riepsdorf auf großes Interesse der Einwohner gestoßen. Quelle: Fotos: Bg
Riepsdorf

„Wie wollen wir zukünftig leben in unserer Gemeinde Riepsdorf?“ Unter dieser Fragestellung hatte die Bürgerinitiative „Wir in Riepsdorf“ (WIR) zu einer Bürgerversammlung in den Gasthof Mittelpunkt der Welt eingeladen. Viele, überwiegend ältere Einwohner waren gekommen, um die aktuelle Situation und die sich daraus ergebenden Zukunftsplanungen zu diskutieren. „Wir dürfen aber nicht nur uns Ältere sehen“, erklärte Horst Martin von der Bürgerinitiative, „sondern müssen auch die jungen Menschen in der Gemeinde beachten.“

Gerd Welz, der an der WIR- Machbarkeitsstudie mitgearbeitet hatte, berichtete, dass von den 950 Einwohnern der Gemeinde mittlerweile 43 Prozent älter als 50 Jahre sind. „Bis 2015 wird außerdem ein Einwohnerrückgang von vier bis sechs Prozent prognostiziert“, führte er aus. Schlecht sei für die Einwohner die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr, der außerhalb der Schülerbeförderung kaum vorhanden sei. Vor Jahrzehnten war die Situation noch anders. Da gab es mal drei Schulen in der Gemeinde: „Die letzte schloss 1973“, blickte Horst Martin zurück. „Diese Schulen waren einst die lebenden Zentren“, betonte er. Auch Kaufläden gebe es schon längst nicht mehr.

Ein Hoffnungsträger für das Leben in der Gemeinde mit ihren sechs Dörfern sind nun die Vereine. Das Deutsche Rote Kreuz zählt 180 Mitglieder und widmet sich sehr stark der Seniorenarbeit. Der FC Riepsdorf mit seinen 353 Mitgliedern ist vor allem im Fußballsport aktiv. Hier gebe es Angebote schon für Kinder ab vier Jahren, berichtete der erste Vorsitzende Nils Sievert.

Eine wichtige Aufgabe kommt auch der Feuerwehr zu, die über drei Ortswehren und eine Jugendwehr verfügt. „Wir sind zwar kein Verein“, betonte Gemeindewehrführer Ulrich Sundermeyer, „übernehmen aber auch kulturelle und gesellschaftliche Aufgaben für die Gemeinde.“ Als Beispiele nannte er die Kinder- und Sommerfeste. Ebenfalls wichtig sind der Heimatbund, die Kyffhäuser-Kameradschaft und die Schweinegilde, die neben ihrem internen Vereinsleben auch unterschiedliche öffentliche Veranstaltungen anbieten. Nicht zu vergessen ist die Kirche, die Pastor Burkhard Kiersch von der Kirchengemeinde Cismar vertrat. „Bei der Zukunftsplanung möchten wir als Partner an Ihrer Seite stehen“, erklärte er.

Wie soll es weitergehen in Riepsdorf? Diese Frage stellten Holger Wittig-Koppe und Bettina Suephke vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. In vier Arbeitsgruppen diskutierten die Bürger schließlich ihre Wünsche und Ideen. Einige Anregungen, die festgehalten wurden: eine stärkere Vernetzung der Vereins- und Gemeindeaktivitäten, ein besserer Busverkehr, vorhandene Räumlichkeiten als Treffpunkt nutzen, die Einrichtung von Boule-Plätzen in den Einzeldörfern, ein Dorfzentrum oder eine Bürgerbegegnungsstätte, ein Jugendbeirat, dem auch Freiräume gegeben werden müssen, sowie eine gemeinsame Pflanzaktion in allen Dörfern. Die Bedeutung der Jugendarbeit hob auch Bürgermeister Hartwig Bendfeldt heraus. „Wir brauchen hierfür aber unbedingt mehr Helfer“, sagte er.

Sämtliche Vorschläge werden nun von den Moderatoren zusammengefasst. Auf dieser Grundlage soll dann ein Fragebogen erstellt werden, der an alle Einwohner der Gemeinde verteilt werden soll. Wenn dieser Fragebogen ausgewertet ist, wird die Bürgerinitiative zu einer weiteren Informationsveranstaltung einladen.

Unabhängig davon trifft sich die Initiative WIR an jedem dritten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Mittelpunkt der Welt.

„Wir brauchen für die Jugend- arbeit unbedingt mehr Helfer.“

Hartwig Bendfeldt

bg

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