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Ostholstein Franck‘sche Tannen: Kehrtwende bei der SPD
Lokales Ostholstein Franck‘sche Tannen: Kehrtwende bei der SPD
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23:13 08.11.2013

Das etwa 2,7 Hektar große Areal „Franck‘sche Tannen“ in Pelzerhaken sorgt weiter für Brisanz. Vor der Sitzung der Neustädter Stadtverordneten am Donnerstagabend sah alles nach einem Abnicken aus. Schließlich hatten sich die Mitglieder des Bauausschusses wie berichtet erst am 23. Oktober mit einer deutlichen Mehrheit für eine Teilung der Fläche ausgesprochen. Der vordere Teil sollte bebaut werden, auf dem hinteren der Wald bestehen bleiben. Dieser Vorschlag kam von SPD-Mann Klaus Krohn (die LN berichteten).

Nun die Kehrtwende der Sozialdemokraten. Plötzlich schlug Fraktionssprecherin Margit Giszas vor, den Antrag zurück an den Umweltausschuss zu verweisen. Ihre Begründung: „Der Umweltausschuss wurde schlicht und einfach bei der Planung vergessen.“ Unterstützung bekam sie unter anderem von Michael Böckenhauer (Grüne). „Bevor man eine Entscheidung trifft, muss man alle Aspekte diskutieren. Es geht nicht nur um rechtliche Vorbehalte. Viele Bürger wollen nicht, dass der Wald abgeholzt wird.“ Zudem gebe es ökologische und touristische Gründe, die gegen die Pläne sprechen.

Clemens Reichert (BGN) wies die anderen Stadtverordneten darauf hin, dass es sich bei dem Grundstück immer noch um das Privatgelände einer Erbengemeinschaft handle. „Wir als Stadt können da nichts verändern. Wir können nur einen Aufstellungsbeschluss fassen“, betonte Reichert.

Und eben dies wollte der CDUFraktionsvorsitzende Friedrich- Karl Kasten zunächst wie laut Tagesordnung vorgesehen durchsetzen. „Durch den Aufstellungsbeschluss werden all die Bedenken nicht beeinflusst. Wir können auch später noch Dinge ändern.“ Zudem sei er verwundert, dass der auf Vorschlag der SPD gefasste Beschluss nun von den Sozialdemokraten anders beurteilt werde. Giszas reagierte prompt. „Ich mache den Job hier seit 19 Jahren und habe es nicht einmal erlebt, dass wir irgendetwas ändern konnten, wenn das Verfahren erst einmal angeschoben wurde.“

Schließlich ergriff auch noch Bürgermeisterin Tordis Batscheider (SPD) das Wort. „Es scheint Misstrauen zu herrschen. Ich sehe daher großen Beratungsbedarf.“ Sie schlug vor, dass das Thema nicht nur im Umweltausschuss, sondern auch im Tourismusausschuss sowie im Ortsbeirat Pelzerhaken diskutiert werden soll. Die Mehrheit der Stadtverordneten sah dies anders. Nach drei Abstimmungen stand fest, dass sich lediglich der Umweltausschuss in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 21. November, mit den Franck‘schen Tannen befassen soll. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Danach sollen die Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan am 12. Dezember erneut auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung stehen.

Schließlich — so Katharina Clarus (CDU) — „müssen wir irgendwann entscheiden“.

Sebastian Rosenkötter

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