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Ostholstein Frau in der Silvesternacht zusammengeschlagen
Lokales Ostholstein Frau in der Silvesternacht zusammengeschlagen
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16:01 03.01.2018
Sereetz

Für die Ostholsteinerin begann das neue Jahr mit einem Schock. In der Silvesternacht erlitt sie bei einem Angriff schwere Gesichtsverletzungen. Der Tatverdächtige ist flüchtig, die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 1.10 Uhr wurde die Polizeileitstelle laut Ermittlern über einen angeblichen Raub in Sereetz informiert. Eine Zeugin hatte mitgeteilt, dass sie an der Berliner Straße eine verletzte Frau angetroffen habe und die Polizei benötige. Vor dem dortigen Mehrfamilienhaus trafen die Beamten auf die Verletzte. Sie wurde von Sanitätern des alarmierten Rettungsdienstes in ein Krankenhaus gebracht.

Das Opfer war laut Polizei auf dem Heimweg. Beim Aufschließen der Haustür des Mehrfamilienhauses habe plötzlich ein Mann hinter ihr gestanden. Dieser soll sie mehrfach ins Gesicht geschlagen haben.

Anschließend entfernte sich der Täter in unbekannte Richtung. Die anfänglich eingegangene Meldung, dass es sich um einen möglichen Raub handelt, bestätigte sich im Laufe der Ermittlungen nicht. Laut Polizei liegen Hinweise auf eine Raubtat nicht vor. Es werde wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.

Die Hintergründe und das Motiv der Tat stünden noch nicht fest, die Ermittlungen dauerten an. Die Polizei sucht Zeugen, die in der Silvesternacht gegen 1 Uhr das Tatgeschehen an der Berliner Straße beobachtet haben. Bei dem flüchtigen Tatverdächtigen soll es sich um einen 170 bis 180 Zentimeter großen, schlanken Mann handeln, der mit einem gelben Pullover bekleidet war. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass derzeit keine Hinweise auf eine bestimmte Nationalität des Tatverdächtigen vorliegen. Dazu, ob der Täter etwas zum Opfer gesagt habe, machte die Polizei keine Angaben.

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0451/1310 bei der Polizei zu melden.

Da es nach der Tat zu einem privaten Aufruf über soziale Medien gekommen ist, Hinweise auf den Flüchtigen direkt an den Inhaber des Accounts zu senden, bekräftigt die Polizei: „Dies ist mit dem Prinzip des Rechtsstaats nicht vereinbar. Hinweise auf einen Tatablauf und auf einen Täter sind nur an die Polizei weiterzugeben.“

Bis Mittwoch hatte sich die Geschädigte selbst nicht zu dem Vorfall geäußert, am Mittwochnachmittag teilte die Polizei dann mit, dass die 57-Jährige nun eine Aussage der Polizei gegenüber getätigt habe. Sie bestätigte das Täterprofil und schilderte den Tathergang. Der Aussage der Frau nach, soll der gesuchte Mann kurze, sehr dunkle Haare tragen, der Pony fällt leicht in die Stirn. Besonders auffällig sollen die markanten Gesichtsknochen und ein über die Backen verlaufender Bart, der sich über dem Kinn schließt, sein. 

Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

LN

 

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