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Ostholstein Frau stirbt bei Feuer in Mehrfamilienhaus
Lokales Ostholstein Frau stirbt bei Feuer in Mehrfamilienhaus
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23:43 17.01.2015
Die Wohnung unter dem Dach wurde durch das Feuer zerstört. Teile des Daches fehlen. Quelle: Sebastian Rosenkötter
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Dahme

Das Ende eines außergewöhnlich großen Feuerwehreinsatzes in Dahme ist tragisch. Gestern Mittag starb eine 48-jährige Frau in ihrer Dachgeschosswohnung. „Wir wussten, dass noch eine Person in der Wohnung unter dem Dach sein soll. Als wir sie gefunden haben, war sie aber leider schon verstorben“, sagte Manfred Lübke, Einsatzleiter und stellvertretender Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Dahme.

Nach einem Anruf von Nachbarn wurden die Einsatzkräfte um 10.59 Uhr alarmiert. Aus dem Mehrfamilienhaus in der Seestraße stieg zu diesem Zeitpunkt bereits Qualm auf. „Das Gebäude war stark verraucht. Feuer war nicht zu sehen“, erinnerte sich Lübke am späten Nachmittag. Um ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben und ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen zu verhindern, wurden fünf weitere Wehren gerufen. Sie kamen aus Cismar, Guttau, Grömitz, Oldenburg und Kellenhusen. „Insgesamt waren etwa 70 Einsatzkräfte da“, so Lübke.

Dass der Einsatz letztendlich fast sechs Stunden dauerte, hatte mit der Bauweise des Hauses zu tun. „Es ist ein altes Gebäude, das jede Menge Zwischendecken hat. Es dauerte ewig, bis wir das Feuer aus hatten“, erzählte der Einsatzleiter. Es habe mehrere Brandnester gegeben. Um an diese heranzukommen, hätten die Feuerwehrleute Teile der Dachkonstruktion und der Wände öffnen müssen.

Nachdem das Feuer schließlich gelöscht war, durften die Bewohner der drei weiteren in dem Haus befindlichen Wohnungen einige persönliche Dinge sichern. Vieles wurde bei Nachbarn untergebracht. „Eine Ausbreitung des Feuers auf die Nachbarwohnungen haben wir zwar verhindern können, bewohnbar sind sie aber dennoch nicht mehr“, so Lübke. Löschwasser und jede Menge Rauch hätten zu einer starken Verunreinigung geführt. Auch müsse die Statik des Hauses überprüft werden, da es Holzdecken hat.

Zwei Mitarbeiter der Kriminalpolizei waren ebenfalls anwesend. Sie konnten gestern noch nicht sagen, warum das Feuer ausbrach. Zur Sicherheit entschloss sich die Dahmer Wehr zudem, eine Brandwache abzustellen. Es sei nicht auszuschließen, dass es noch Glutnester gebe. Glück hatte hingegen eine Katze. Sie erlitt zwar eine Rauchgasvergiftung, konnte aber durch eine Neustädter Notärztin mit Sauerstoff versorgt werden.

Sebastian Rosenkötter

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