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Ostholstein Frauen diskutieren die Stadtsanierung
Lokales Ostholstein Frauen diskutieren die Stadtsanierung
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22:16 24.02.2016
Stadtsanierung und Barrierefreiheit aus Frauensicht — zur Diskussion hatte Regina Poersch (2.v.l.) mit Susann Aldrup, Regine Jepp, Ursula Lorenz und Elfie Jacqueline Meyer (v. r.) Expertinnen unterschiedlicher Bereiche aufs Podium gebeten. Quelle: aj

„Es gibt keinen männlichen und keinen weiblichen Pflasterstein, aber Frauen können leichter zugeben, wenn sie sich vergaloppiert haben“, davon ist Regine Jepp überzeugt. Die Vorsitzende der Bürgergemeinschaft war eine der Expertinnen, die Regina Poersch, SPD-Landtagsabgeordnete und Eutiner Bürgermeisterkandidatin, zu einer Diskussionsrunde unter Frauen in das „Five up“ eingeladen hatte. Außerdem nahmen die Seniorenbeauftragte Ursula Lorenz, die FDP-Stadtvertreterin Jacqueline Meyer und die Geschäftsinhaberin Susann Aldrup die Entwürfe zur Stadtsanierung unter die Lupe. „Einige Punkte, die ich den Eutiner Stadtvertretern mitgeben kann“, hatte sich Regina Poersch als Ergebnis erhofft, zunächst aber hagelte es teils harsche Kritik an bereits ausgeführten Maßnahmen und noch abzustimmenden Plänen.

„Das artet in Schelte aus auf die, die Verantwortung tragen“, mahnte eine Frau im Publikum und Poersch lenkte den Austausch in eine konstruktive Richtung. Als wichtige Parameter für eine gelungene Planung kristallisierten sich die Bewahrung des historischen Ambientes, Barrierefreiheit, Alltagstauglichkeit und Kosten heraus. So regte Regine Jepp an, die historischen Bürgersteige als barrierefreie Wege für Rollatoren und Rollstühle zu „entrümpeln“, Jacqueline Meyer problematisierte den Pflegeaufwand der geplanten Wasserspiele auf dem Markt und Susann Aldrup forderte: „Wer bezahlt, darf sich auch zu Wort melden.“

Ein eindeutiges Stimmungsbild gab es zum Standort des Ehrenmals: „Ich rege mich nicht mehr über Kleinigkeiten auf, aber beim Versetzen eines Ehrenmals geht es an die Substanz“, mahnte Jepp und nahezu alle im „Five up“ stimmten zu.

Notieren konnte Regina Poersch Wünsche nach ausreichender Beleuchtung und hinreichend Sitzgelegenheiten, möglichst in der Sonne und nicht unter Bäumen platziert, nach einer räumlichen Trennung von Bäumen und Straßenlampen und nach einem „Toilettenkonzept“ für die Innenstadt.

Ganz grundsätzlich nahm sie für den Bauausschuss mit, was im Publikum als Möglichkeit, im Fall eines erkannten Irrtums „auch mal die Reißleine zu ziehen“ formuliert wurde: „Es ist doch kein Gesichtsverlust zu sagen: Ich habe das anders eingeschätzt! Wir haben Euch gewählt und mögen Euch immer noch — wenn das klar ist, kann sich Politik das auch trauen“, fasste Poersch zusammen. Das war womöglich die wichtigste Botschaft des Abends.

Astrid Jabs

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