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Ostholstein Freie Wähler sehen Ende der Querelen
Lokales Ostholstein Freie Wähler sehen Ende der Querelen
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20:23 18.01.2016
Bleibt gelassen: FWG-Chef Malte Tech.

Malte Tech, Fraktionschef der Freien Wählergemeinschaft (FWG) im Kreistag, reagiert alles in allem erleichtert auf den Austritt von Martin Kienitz. „Ich kann damit leben und die Fraktion auch“, sagte Tech den LN und fügte hinzu: „Ich denke, jetzt kehrt mehr Ruhe ein. Interne Auseinandersetzungen schwächen nur.“ Kienitz, bisher einer der Wortführer von Freien Wählern und Müllrebellen in Ostholstein, hatte am Sonnabend seinen Austritt aus FWG und Fraktion erklärt (die LN berichteten). Er begründete den Schritt mit internen Querelen, die die Arbeit an Sachthemen in den Hintergrund gedrängt hätten. „Dies kostet viel zu viel Elan und nimmt jegliche Perspektive, wenn es darum geht, in den mir wichtigen Themen des Kreises (Rekommunalisierung der ZVO-Müllsparte, Verhindern der Beltquerung usw.) etwas zu bewegen“, so der Rechtsanwalt in einer Presseerklärung.

Tech bestätigte, dass es in der Fraktion Spannungen gab. Nach seiner Darstellung eskalierten diese, nachdem Kienitz in dem von ihm verbreiteten „OH-Telegramm“ den Fraktionskollegen Carsten Wulf kaum verhüllt herabgesetzt habe. „So etwas macht man nicht“, meinte Tech. Zum Bruch sei es auf der Fraktionssitzung am Sonnabend gekommen, auf der es auch um den Umgang miteinander und eine bessere Zusammenarbeit gehen sollte. Kienitz habe keine Einsicht gezeigt, sei plötzlich aufgestanden und habe die Zusammenarbeit für beendet erklärt, so Tech, der jetzt nur noch eine vierköpfige Fraktion leitet. Er räumte ein, dass Kienitz sehr engagiert gewesen sei. „Aber im Grunde war er nicht teamfähig. Mir ist es nicht gelungen, ihn einzufangen.“ Tech bedauerte den abermaligen Verlust eines Fraktionsmitglieds, nachdem bereits im Dezember Stephan Hedicke gegangen war — wegen Kienitz. „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, zog Tech einen Schlussstrich.

Kienitz erwägt nach eigenen Worten, eine neue Fraktion zu gründen oder ganz auf das Kreistagsmandat zu verzichten. Tech schloss aus, dass sich jemand aus der FWG Kienitz anschließen könnte. Fair wäre es, wenn dieser sein Mandat zurückgäbe. Eine Fraktion muss mindestens zwei Mitglieder haben. Für ihre Arbeit kann sie Zuschüsse beantragen. Im Kreistag sitzen jetzt drei Fraktionslose — neben Kienitz der Ex-FWG‘ler Hedicke sowie Sylvia Zanella-Foritto de Belmar für die Linke. pet

LN

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