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Ostholstein Liensfeld hat jetzt eine Fünf-Sterne-Wehr
Lokales Ostholstein Liensfeld hat jetzt eine Fünf-Sterne-Wehr
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19:29 06.10.2018
Nach einem imaginären Unfall ist ein Auto auf die Seite gekippt. Die Einsatzkräfte müssen den Wagen absichern. Quelle: Luisa Jacobsen
Liensfeld

Ein Auto liegt auf der Seite. Damit er nicht umkippt, sichern die Einsatzkräfte den Wagen mit Leitern und Spanngurten. Dann soll ein eingeklemmter Mensch befreit werden. Sechs Prüfer mit Klemmbrett begutachten das Geschehen, jeden Handgriff, jeden Befehl und dessen Ausführung. Die Freiwillige Feuerwehr Liensfeld-Kiekbusch stellt sich am Sonnabend der Leistungsbewertung „Roter Hahn Stufe 5“. Das bedeutet, eine Kommission des Landesfeuerwehrverbandes bewertet die Einsatz- und Leistunsgfähigkeit.

„Die Stufe 5 konnte von 2004 bis heute erst von 40 der etwa 1400 Feuerwehren in Schleswig-Holstein erreicht werden“, berichtet Ortswehrführer Frank Mielke. Die Leistungsbewertung ist freiwillig – keine Wehr muss das machen. Klaus Peter Kühl, Mitglied der Liensfelder Wehr und Fachwart für Leistungsbewertung im Kreisfeuerwehrverband, sieht aber klare Vorteile: „Alles wird auf den neuesten Stand gebracht“, sagt er. Das Löschfahrzeug sei zum Beispiel schon 27 Jahre alt, aber top in Schuss. Denn auch die Überprüfung von Zustand und Pflege sämtlicher Geräte, Unterlagen, des Gebäudes und sogar der Dienstkleidung gehören am Sonnabendvormittag zu dieser Leistungsbewertung.

Unfall, Höhenrettung, Feuer: So verlief die Leistungsbewertung bei der Freiwilligen Feuerwehr Liensfeld-Kiekbusch

Höhenrettung und Feuer

Anschließend geht es zum Einsatz. Und zwar ganze drei Mal: Nach dem Unfallwagen – dessen Tüv laut Nummernschild übrigens schon in den Siebzigern abgelaufen ist – stehen eine Höhenrettung, danach ein Feuer auf dem Plan. Ernst Müller, eigentlich bei der Neustädter Feuerwehr, hat sich Gummistiefel und Arbeitshemd über seine Ausgehuniform gezogen und spielt „Bauer Ernst“. Erst meldet er einen verunglückten Kollegen im Dach des Schweinestalls, später einen vermissten Kollegen in einer brennenden Schweißerwerkstatt.

Alles kein Problem für die Liensfelder Wehr: Mit Hilfe eines Leiterhebels retten acht Höhenretter den Verunglückten. Und auch der anschließende Lösch- und Rettunsgeinsatz in der Schweißerwerkstatt verläuft erfolgreich – trotz Explosion und ausgedachtem Ausfall der Funktechnik.

Gegen 16 Uhr verkündet die Bewertungskommission das Ergebnis: Bestanden und zwar sehr gut. Ein toller Erfolg, findet Pressewart Thomas Mielke. Und zum passenden Zeitpunkt, denn am Sonnabend feiert die Wehr auch ihren 108. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.

Luisa Jacobsen

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