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Ostholstein Ostholsteiner Schüler streiken für ein besseres Klima
Lokales Ostholstein Ostholsteiner Schüler streiken für ein besseres Klima
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10:35 14.03.2019
Anfang März demonstrierten Hunderte Schule in Stuttgart. Diesen Freitag soll es Aktionen in weit mehr als 100 deutschen Städten geben, auch in Eutin, Lübeck, Mölln und anderen Orten im Norden. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Eutin

 Weltweit demonstrieren Schüler für mehr Klimaschutz. Was als Protestaktion der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg im vergangenen Sommer begann, ist längst eine Bewegung mit enormem Zulauf geworden. Am 15. März werden erstmals Hunderte Ostholsteiner auf die Straße gehen. Schüler der Eutiner Voß-Schule haben eine Veranstaltung geplant, mobilisieren und informieren über das soziale Netzwerk Instagram und über die Kurznachrichtendienste Whatsapp und Telegram.

Die LN berichten live vom Klimastreik

Die LN werden am 15. März live von den Klimastreiks im Norden berichten. Reporter begleiten die Demos in Städten wie Eutin und Lübeck. Mehr Infos gibt es ab Freitagmorgen auf LN-Online.de

Schüler von vier Schulen sind beteiligt

Zoe Hurka (15) von der Johann-Heinrich-Voß-Schule gehört zu den Organisatoren. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen von der Carl-Maria-von-Weber-Schule, der Wilhelm-Wisser-Schule und der Kreisberufsschule hat sie innerhalb weniger Wochen die Demonstration am 15. März initiiert. Start ist um 10.30 Uhr am Wasserturm in Eutin. Anschließend soll es über das Landesgartenschau-Gelände an der Stadtbucht vorbei bis zum Marktplatz gehen. Die Abschlusskundgebung soll vor dem Rathaus stattfinden. Es wird unter anderem Redebeiträge geben.

Zoe Hurka (r.) und Jonna Braun bereiten den Eutiner Klimastreik mit vor. Quelle: HFR

Stellt sich die Frage, warum sich Zoe Hurka und andere Jugendliche für mehr Klimaschutz engagieren. „Man muss etwas verändern und ökologisch leben, weil es in der heutigen Zeit nicht anders geht. Ich habe viele Filme über Zukunftsprognosen gesehen und im Geografieunterricht gehört, wie sehr Menschen schon den Planeten zerstört haben“, sagt die Schülerin.

Organisation zunächst über Whatsapp

Als die „Fridays for Future“ Ende vergangenen Jahres immer mehr Fahrt aufnahm, suchte Zoe Hurka das Gespräch mit ihren Eltern. „Ich habe ihnen gesagt, dass ich mich gerne dafür einsetzen und auch auf eine Demo gehen würde“, erinnert sie sich. Im Februar sei sie nach Kiel zu einer Mahnwache gefahren. Anschließend habe ihre Freundin Karlotta die Idee gehabt, den Klimastreik nach Eutin zu tragen. „Wir haben eine Whatsapp-Organisationsgruppe gegründet und alle die Lust hatten, konnten eintreten. Mittlerweile treffen wir uns jeden Mittwoch“, schildert Zoe Hurka die Entwicklung.

Dass die erste Demo in Eutin am 15. März stattfindet, ist kein Zufall. An diesem Tag soll es den bislang größten Klimastreik auf der Erde geben. In fast 100 Ländern wollen Schüler auf die Straße gehen. Sie rufen Erwachsene auf, sich zu beteiligen, wollen so den Druck auf die Politik erhöhen. „Das ist einer der zentralen, globalen Termine. Wir wollen uns da anschließen. Das macht am meisten Sinn“, erklärt Zoe Hurka.

Klimastreik: Diese Städte sind dabei

Die Zahl der Klimastreiks steigt seit Wochen kontinuierlich an. Erstmals gibt es am 15. März eine Aktion in Eutin. Die Teilnehmer treffen sich um 10.30 Uhr am Wasserturm (Bismarkstraße).

Weitere Streiks sind unter anderem in Mölln (11 Uhr, Schulberg), Ratzeburg (11.30 Uhr, Rathaus), Bad Oldesloe (13.30 Uhr, Olivet Allee), Bad Segeberg (8.30 Uhr, Marktplatz), Bargteheide (10 Uhr Rathaus) sowie in Lübeck (11.30 Uhr MuK).

Die Demo ist angemeldet

Damit alles seine Ordnung hat, habe die Mutter eines Schülers die Demo bei der Stadt angemeldet. „Für 50 Teilnehmer brauchen wir einen Ordner. Wir rechnen aktuell mit 100 bis 150 Personen. Es wäre toll, wenn es viel mehr werden“, sagt die Mitorganisatorin. Jedoch gebe es auch Mitschüler, die meinen, dass eine Demo unnötig sei und sie nichts würde bewegen können. „Ich glaube, dass viel möglich ist“, sagt Zoe Hurka.

Ostholsteins Schulrat Thomas Panten betont, dass er persönliches Engagement immer gut finde, verweist aber auch auf die bestehende Schulpflicht. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte Mitte Februar deutlich gemacht, dass die Schüler der Klima-Debatte Impulse gebe, aber Schwänzen – auch für eine gute Sache –Schwänzen bleibe.

Reaktionen auf Klimastreiks

Über 12 000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen die Bewegung „Fridays for Future“. Hier erklären sie, warum deutlich stärkerer Klimaschutz dringend notwendig ist.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) begrüßt das Engagement, verweist aber auch auf die Schulpflicht.

Greta Thunberg gilt als Initiatorin der Proteste. Anfang März war die 16 Jahre alte Klimaaktivistin in Hamburg. So lief die Demo mit Tausenden Schülern.

Schüler in Segeberg beteiligen sich seit Wochen an den Demos. Deshalb wollen sie weitermachen.

Sebastian Rosenkötter

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