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Ostholstein Frische Kunst für Timmendorf
Lokales Ostholstein Frische Kunst für Timmendorf
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20:13 17.06.2017
„What ever happens“ heißt dieses Bild des Bremer Malers Jürgen Schmiedekampf, das mit den Maßen 1,70 mal 1,10 Meter durchaus etwas Platz braucht.
Timmendorfer Strand

Eine Galerie-Eröffnung muss natürlich nicht zwingend von Champagner, rotem Teppich und Pagodenzelt vor der Tür begleitet werden.

Die Galerie „art box berlin“ wurde am Freitagabend mit einem Champagner-Empfang eröffnet.

Aber schön ist das schon, und so ging am Freitagabend mit genannten Zutaten eine Dependance von „art box berlin“ in der Timmendorfer Strandallee an den Start. Siri und Michael Erben hatten zum „Grand Opening“ in ihren neuen Ausstellungsraum geladen, und über hundert schicke Gäste kamen, um moderne Pop-Art zu bewundern.

„Hinter uns liegen sieben anstrengende Wochen“, sagte Siri Erben. 2013 eröffnete sie ihre Galerie in Berlin-Mitte mit Kunst des späten 20. und des 21. Jahrhunderts. Dort und jetzt auch in Timmendorf stark vertreten ist unter anderem der Künstler Devin Miles – kein Wunder, denn hinter diesem Namen steckt Michael Erben, der mit Malerei, Airbrush und Handsiebdruck auf Aluminium und Holz bekannt geworden ist. Porträts von Berühmtheiten wie Romy Schneider und James Dean finden sich in seinen Werken, kombiniert mit Sportwagen oder Schriftzügen.

„Wir wollten an einen Ort mit viel Leben und wechselndem Publikum“, erklärte das Ehepaar, warum seine Wahl auf Timmendorfer Strand als Standort für die „Filiale“ fiel. Sie hätten auch an Baden-Baden oder Sylt gedacht, sich dann aber für Timmendorf entschieden, „weil es gut gelaunt ist, und so relaxed“. Diese Stimmung legten auch die Gäste beim Champagner-Empfang an den Tag, die sich über fröhliche, innovative Kunst freuten. „Eher bunt als langweilig“, beschrieb Siri Erben die Auswahl, „wir zeigen nur Kunst, von der wir selbst überzeugt sind.“

Dazu gehören Werke des 2011 verstorbenen US-Amerikaners James Rizzi ebenso wie des französischen Street-Art-Künstlers „Mr. Brainwash“, des Bielefelders Heiner Meyer, des als „Wunderkind“

gefeierten, erst 19 Jahre jungen Malers Leon Löwentraut aus Düsseldorf – oder auch des Kaliforniers Mel Ramos, Jahrgang 1935, dessen Pin-Up-Girls, gerne auf einer überdimensionalen Zigarre dahingestreckt, von Feministinnen kritisch gesehen werden könnten.

In der „art box“ in Timmendorf vertreten sind aber auch Armin Mueller-Stahl und Jürgen Schmiedekampf. Letzterer erläuterte seine großformatigen Bilder – Öl auf Leinwand – persönlich, etwa das Motiv „What ever happens“, das Badende auf Coney Island zeigt, aber auch gut zum Urlaubsort an der Ostsee passt. Möglich, dass Schmiedekampf demnächst auch in Timmendorf nach Anregungen Ausschau hält: Er sei jetzt zum ersten, aber gewiss nicht zum letzten Mal zu Besuch, kündigte er an. Preislich bewegen sich die in der neuen Galerie präsentierten Werke irgendwo zwischen 400 Euro und dem fünfstelligen Bereich – für Kunstliebhaber mit einem gewissen finanziellen Polster, von denen am Freitagabend vermutlich der eine oder andere vor Ort war.

latz

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