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Ostholstein Frühstücksrechnung blieb offen – Weinkrampf der Angeklagten
Lokales Ostholstein Frühstücksrechnung blieb offen – Weinkrampf der Angeklagten
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20:14 19.10.2016

Tröstende Worte von Seiten der Staatsanwaltschaft für Angeklagte sind vielleicht nicht die Regel, kommen aber vor, und so war es auch gestern vor dem Eutiner Amtsgericht während eines Prozesses wegen Betruges. Dafür musste sich die 49-jährige Martina K. (Name geändert) verantworten, die dabei einen so heftigen Weinkrampf erlitt, dass selbst die Oberamtsanwältin ihr gut zuredete: „Versuchen Sie, sich zu beruhigen, hier reißt Ihnen niemand den Kopf ab.“

Tatsächlich hat sich Martina K. offenbar das zuschulden kommen lassen, was der Volksmund „Zechprellerei“ nennt: Während eines Aufenthaltes in Timmendorfer Strand soll sie in einem dortigen Hotel zehnmal gefrühstückt haben, ohne zu bezahlen, so dass das Hotel auf einer Gesamtrechnung von 270 Euro sitzen blieb. Es sei ihr schlecht gegangen, berichtete Martina K. schluchzend, sie pflege seit Jahren ihren schwerkranken Mann und habe versucht, ihn in einer Timmendorfer Klinik behandeln zu lassen.

Generell sei sie mit ihrer familiären und finanziellen Situation überfordert, so die Angeklagte, die mehrfach zu weitschweifigen Erklärungen ansetzte, die wenig zur Klärung beitrugen. Amtsrichter Otto Witt stellte schließlich zum einen ausdrücklich fest, dass die Angestellten des Hotels keinesfalls angeblich gezahltes Geld fürs Frühstück in die eigenen Taschen gesteckt hätten. Zum anderen sei Martina K. jedoch kein vorsätzlicher Betrug nachzuweisen – möglicherweise habe sie nur den Überblick verloren. Das Verfahren gegen die 49-Jährige wurde gegen die Zahlung der Hälfte der noch offenen Rechnung eingestellt.

latz

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